Getagged: Weltkulturerbe

Wohnungsneubau in besonderer Lage am Schillerpark

Am 13. Mai wurde in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schillerpark der Grundstein für ein neues Bauprojekt gelegt. An sich nichts Besonderes in der boomenden Metropole Berlin – könnte man meinen. Doch das Projekt weist in die Zukunft: 2012 wurde es im Neubauwettbewerb „Bezahlbarer Wohnraum für Berlin“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Weiterlesen

Müllerstraße: Großer Boulevard mit Lackschäden

An der Müllerstraße ist der Lack ab

Die Müllerstraße, die über drei Kilometer lange, unangefochtene Hauptschlagader des Wedding, besitzt noch das Format einer Hauptstraße. Ihr bescheidener Anfang als Sandpiste zwischen Tegel und Berlin ist ihr jedenfalls nicht mehr anzusehen, Reste der ländlichen Bebauung vor den Toren Berlins gibt es auch nicht mehr. Wie so viele Magistralen anderer Weltstädte führt sie schnurgerade aus den Vororten direkt ins Herz der Innenstadt.

Weiterlesen

Schiller-Oase: Auf ein Schwätzchen im Park

Gastronomie kennt der Schillerpark erst seit wenigen Jahren – und doch kommt es einem vor, als ob es die „Schiller-Oase“ schon immer gegeben hätte. In der Nordostecke des hundertjährigen Parks, gegenüber der Weltkulturerbe-Siedlung und in der Nachbarschaft einer Kleingartenanlage ist das Jugendstil-Toilettenhäuschen in ein Mini-Restaurant umfunktioniert worden. Masoud Nayeb ist so etwas wie die gute Seele der einzigen Gaststätte weit und breit. Der Endvierziger hat Wurzeln in Norditalien und im Iran – eine Mischung, die gut in den multikulturellen Wedding passt. Gemeinsam mit seinem Sohn Mahiar, einem gelernten Koch, überzeugt er immer mehr Kunden durch selbst zubereitete Gerichte mit frischen Zutaten. Jetzt im Winter sind besonders die Suppen, aber auch die Mailänder Apfeltaschen mit Vanilleeis der Renner.

Weiterlesen

Wedding war einst ein Aushängeschild der Moderne

Das Gebiet nördlich der Seestraße war im Jahr 1918 noch weitgehend unbebaut, da die Bautätigkeit durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum Erliegen gekommen war. Es war also noch viel Platz im nordwestlichen Wedding, als einige große Bauvorhaben im Wohnungs- und Verkehrsbau der Weimarer Republik begannen. So kommt es, dass sich viele bedeutende Zeugnisse des „Neuen Bauens“ gerade rund um die Afrikanische Straße und am Schillerpark finden lassen.

Togostraße-Loggien

Kopfbau in der Friedrich-Ebert-Siedlung

War im Kaiserreich der Wohnungsbau noch durch Angebot und Nachfrage auf dem freien Markt geprägt, setzte in der Weimarer Republik ein Umdenken ein. Gerade im sozialdemokratisch regierten Wedding stand man Mitte der 1920er Jahre wegweisenden Wohnungsbauvorhaben von genossenschaftlichen und gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften sehr offen gegenüber. Zuvor hatte es nur wenige genossenschaftliche Reformwohnungsbauten im Wedding gegeben, so zum Beispiel am Nordufer/Fehmarner Str. und mit dem Karl-Schrader-Haus an der Malplaquetstr./Utrechter Straße. Dabei ging es auch darum, von den als überkommen geltenden Bauweisen wie der Blockrandbebauung mit engen, lichtlosen Hinterhöfen und der für Berlin so typischen Mischung von Wohnen und Gewerbe wegzukommen.

Bedeutende Architekten wie Bruno Taut, Max Taut, Ludwig Mies van der Rohe, Jean Krämer, Paul Emmerich und Paul Mebes, die sich allesamt dem „Neuen Bauen“ verschrieben hatten, realisierten Projekte im Wedding, die – trotz ähnlicher Ausgangsüberlegungen – sehr unterschiedlich ausgefallen sind. Auffällig ist der konsequente Einsatz von Flachdächern bei den meisten Projekten – Ende der 1920er Jahre muss das auf die Zeitgenossen sehr modern gewirkt haben.

Die Siedlungen im Einzelnen:

Offene Blockrandbebauung in der Siedlung Schillerpark

Typische Hofseite eines Wohngebäudes der Schillerpark-SiedlungDie von 1924-1930 errichtete Siedlung Schillerpark besteht aus drei durch Querstraßen getrennten Siedlungsteilen mit 300 Wohnungen.

„Bruno Taut stellte dreigeschossige Blöcke in einer offenen Blockrandbebauung um ruhige Gartenhöfe. Die Treppenhäuser liegen jeweils an der Nord- bzw. an der Ostseite, so dass ein Teil der Eingänge von der Straße, der andere vom Gartenhof aus zugänglich ist. Hierfür sind jeweils an den äußeren Enden der Zeilen Durchgänge geschaffen. Die halboffene Bauweise unterstützt nicht nur die von Taut angestrebte Verbindung der Wohn- und Freiräumen, die Taut „Außenwohnraum“ nennt, auch der angrenzenden Schillerpark wird mit einbezogen. Ein bis dahin in Berlin ungewohntes Motiv war das flache Dach, das hier aus Kostengründen nach holländischem Vorbild erstmals im Berliner Siedlungsbau der 1920er Jahre verwendet wurde.“ (auszugsweise, Quelle:Denkmaldatenbank)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Siedlung ergänzt. Gemeinsam mit fünf anderen Siedlungen der Berliner Moderne erhielt die Wohnanlage im Jahr 2008 den Status als UNESCO-Weltkulturerbe.

Konsequente Zeilenbauweise in der Friedrich-Ebert-Siedlung

Damarastr-Friedrich-Ebert-SiedlungDie 1929-31 errichtete Siedlung wurde als erste Berliner Wohnanlage konsequent in Zeilenbauweise in Südwest/Nordostrichtung errichtet. Jede der 1400 Wohnungen hat einen Blick auf eine Grünfläche. Der östliche Abschnitt von der Müllerstraße bis zur Togostraße wurde von den Architekten Mebes und Emmerich geplant, während Bruno Taut die Gebäude im Gebiet von der Togostr. bis zur Windhuker Str. entwarf. Gemeinsam ist allen Wohnhäusern, dass sie vier Geschosse und – damals aufsehenerregend – Flachdächer besitzen. Zudem besitzen die Zeilenbauten keinen Fassadenschmuck, sondern werden allein durch leicht erhöhte Kopfbauten, Balkone, Wintergärten und Treppenhäuser gegliedert.

Die Gebäude rund um den Nachtigalplatz wurden erst 1939/40 von den Architekten Werner Harting und Wolfgang Werner errichtet und besitzen weder Flachdächer noch Balkone.

Kubische Wohnbauten Mies van der Rohe 1926/27

Wohnkuben Ludwig Mies van der Rohe Afrikanische Str.Den neben einer Eigenheimsiedlung liegenden Geländestreifen an der Afrikanischen Straße übernahm die Heimstättengesellschaft Primus, die den Architekten Ludwig Mies van der Rohe mit dem Bau von Wohngebäuden mit 88 Wohnungen beauftragte. Dieser errichtete gleichzeitig in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung einen heute sehr berühmten Wohnblock.

„Die 1926-27 errichtete Wohnanlage an der Afrikanischen Straße gehört zu den früh ausgeführten Wohnungsbauvorhaben der Weimarer Republik. Ludwig Mies van der Rohe entwarf kubische, blockhafte Häuser mit Flachdach, die nahezu asketisch wirken. Etwas zurückgesetzt ordnete er drei gleichartige Wohnblocks an, die über gerundete Balkone scharnierartig mit abgewinkelten Seitenbauten verbunden sind.  Während die Haupttrakte drei Geschosse und einen außerordentlich hohen Dachboden umfassen, sind die Seitenflügel mit zwei Geschossen deutlich niedriger. Ein vierter Bau (Ecke Tangastraße) setzt sich aus drei gestaffelten Blöcken zusammen. Alle Wandflächen sind verputzt und ockerfarben gestrichen, die schmale Dachkante wird aus drei Ziegelschichten gebildet. Obwohl im sozialen Wohnungsbau angestrebt wurde, Wohnbereich und Küche zu trennen, bildete Ludwig Mies van der Rohe geräumige Wohnküchen aus, die sich über vorgelagerte Loggien zum Hof öffnen.“  (auszugsweise, Quelle: Denkmaldatenbank)

Expressionistische „Straßenbahnstadt“ an der Müllerstraße

Busbetriebshof MüllerstraßeDer 1925-27 erbaute Straßenbahn-Betriebshof, seit 1960 Busbetriebshof, an der Müllerstraße stellt ein Hauptwerk expressionistischer Architektur in Berlin dar.

„Die „Straßenbahnstadt“, die einen ganzen Baublock an der Müllerstraße, Belfaster Straße, Londoner Straße und an der später aufgehobenen Themsestraße einnimmt, dokumentiert den Ausbau des großstädtischen Nahverkehrs nach dem Ersten Weltkrieg. Architekt Jean Krämer errichtete für die Berliner Straßenbahn-Betriebs-GmbH insgesamt fünf Betriebshöfe. Im Unterschied zur U-Bahn-Hauptwerkstatt, die ebenfalls von Wohnhäusern begrenzt wird, aber einen vielschichtigen Aufbau besitzt, entwickelte Jean Krämer einen symmetrischen, städtebaulich wirkungsvollen Grundriss. Die Fahrzeughalle, die 320 Straßenbahnwagen aufnehmen konnte, wurde an der Rückseite des Baublocks angeordnet. Die Wohnhäuser umschließen den Betriebshof und öffnen sich zur Müllerstraße durch eine torartig gestaffelte Baugruppe. Die Wohnanlage für Beschäftigte wirkt einheitlich, obwohl vielfältige Details zu sehen sind. Die Fassaden sind rotbraun verputzt und mit ornamentaler Keramik besetzt. Die Obergeschosse werden durch vertikale Bänder gegliedert.

Bus-Betriebshof Müllerstraße

Die scharfkantigen, spitz vorkragenden Wandvorlagen der klinkerverkleideten Erdgeschosszone, unterstreichen den expressiven Charakter. Die Wohntrakte an Londoner und Belfaster Straße umfassen nur drei Stockwerke, abgesehen vom Mittelbau, der durch ein ein zusätzliches Geschoss herausgehoben wird. Die Hofseiten werden durch dreieckig vorspringende Treppenhäuser gegliedert. Die Eckgebäude an der Rückseite des Baublocks, die an die Wagenhalle anschließen, steigern sich zu massigen, flachgedeckten Turmhäusern. Die turmartigen, 32 m hohen Kopfbauten an der Einfahrt zum Betriebshof, die expressiv gestaltet sind, bilden das architektonische Markenzeichen der „Straßenbahnstadt“. Sie enthalten Wohnungen, Betriebs- und Verwaltungsräume, außerdem einen Hochbehälter für die Wasserversorgung des Betriebshofs. Unten öffnen sich Parabelbögen, die an die gotische Baukunst erinnern, gemauert aus roten Klinkern mit ausstrahlenden Fugen. Die wuchtigen Schlusssteine leiten zur prismatisch gefalteten Turmwand über. Über dem sechsten Geschoss folgt der Wasserbehälter, der sich durch eine violette Klinkerverkleidung und eine gegenläufige Mauerfaltung vom unteren Bereich absetzt.“ (auszugsweise, Quelle: Denkmaldatenbank)

Neubau in Nachbarschaft des Weltkulturerbes Schillerpark

Die Siedlung Schillerpark in Weddings Englischem Viertel gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Wer dort in unmittelbarer Nachbarschaft baut, muss sich an hohen architektonischen Ansprüchen messen lassen. An der Barfusstraße, direkt gegenüber der Siedlung und in unmittelbarer Nachbarschaft der denkmalgeschützten St.Aloysius-Kirche aus den 1950er Jahren sollen nun Wohnungsbauten entstehen. Die Jury für einen nichtoffenen Planungswettbewerb tagte am 16. Mai unter dem Vorsitz des Berliner Architekten Andreas Becher. Mehr über den Wettbewerbsgewinner und Bilder unter baunetz.de

Das war 2011 im Wedding

Seit 150 Jahren, also seit 1861, gehört der Wedding zur Stadt Berlin. Gesichtslos und belanglos ist der Wedding dadurch nicht geworden: Noch immer kennzeichnen den Ortsteil einige Besonderheiten, die ihn im Berliner Stadtraum von anderen Bezirken unterscheiden.

Im Jahr 2011 zeichneten sich einige Veränderungsprozesse in Berlin-Wedding ab. Die Müllerstraße steht durch das Programm „Aktive Stadtzentren“ im Fokus der Stadt- und Verkehrsplaner. Mit einem Geschäftsstraßenmanagement wird versucht, den schleichenden Niedergang der Straße, der sich auch 2011 fortgesetzt hat, aufzuhalten. Außerdem soll die Attraktivität der Müllerstraße als Einkaufsstraße erhöht werden. Die Betonkübel sind schon verschwunden. Die ersten Umbaumaßnahmen im Straßenverkehr werden 2012 starten, allerdings nur im Bereich der südlichen Müllerstraße. Immerhin: die Firma Karstadt ist gerettet, und auch der Standort am Leopoldplatz soll nicht geschlossen werden. Das C&A-Kaufhaus hingegen hat nach 32 Jahren geschlossen – mit noch nicht absehbaren Folgen für die übrige Geschäftswelt im Wedding. Auch der Umbau des Leopoldplatzes schreitet voran: die Trinkerszene wurde in einen sichtgeschützten Bereich zwischen den beiden Kirchen verlagert. Promenaden und Spielplätze haben eine Runderneuerung erfahren.

Im September fand das erste Wedding-Kulturfestival statt. Ein ganzes Wochenende lang konnten Einwohner und Besucher die ganze kulturelle Vielfalt des Ortsteils kennenlernen.

Schlagzeilen hat der Schillerpark im Jahr 2011 gemacht: im August explodierte eine Rohrbombe in einer Plastiktüte und verletzte einen Spaziergänger schwer. Sechs Wochen später wurde ein 44-jähriger dringend Tatverdächtiger aus dem Wedding festgenommen, der auch weitere Sprengsätze im Ortsteil gelegt haben soll. Positiv fiel der Schillerpark auch auf: im September wurde die Kinderplansche im neu wiederhergestellten Nordostteil des Parks an der Bristolstraße eingeweiht.Das Weltkulturerbe Siedlung Schillerpark hat nicht nur ein würdigeres Entrée, sondern endlich auch Gastronomie bekommen: im ehemaligen Toilettenhäuschen an der Dubliner Straße befindet sich jetzt ein Park-Café.

Zu erwähnen ist noch, dass in diesem Jahr die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Berlin-Mitte neu gewählt wurde. Der bisherige Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke von der SPD ist auch der neue – er wurde mit den Stimmen der CDU wiedergewählt.

Schillerpark-Siedlung: kleines Juwel im Norden

Typische Hofseite eines Wohngebäudes der Schillerpark-Siedlung

Typische Hofseite eines Wohngebäudes der Schillerpark-Siedlung

Großes Interesse für eine große architektonische Leistung

Wichtigstes Gestaltungselement: Putz und Backstein im Wechsel

Wichtigstes Gestaltungselement: Putz und Backstein im Wechsel

Die roten Backsteine stehen ein paar Millimeter aus dem gelben Putz heraus und werfen dadurch einen kleinen Schatten – das reicht schon, um den Architekten Franz Jaschke in Begeisterung zu versetzen. „Die Wand erhält durch dieses Farbspiel ein schönes, lebendiges Bild“, erklärt der Architekt, der am Tag des offenen Denkmals eine große Besuchergruppe durch die Siedlung Schillerpark führt. Ob es nur daran liegt, dass die Wohnanlage seit 2008 als eine von sechs Siedlungen der Berliner Moderne den Status als Weltkulturerbe der UNESCO besitzt? Jedenfalls sind über vierzig Interessierte zu dieser Führung an den unscheinbaren Rand von Berlin-Mitte gekommen, so dass man manchmal Mühe hat, den Ausführungen Jaschkes akustisch zu folgen. Abgesehen vom Fluglärm, der wegen der beabsichtigten Schließung Tegels bald Geschichte sein dürfte, ist die Siedlung dennoch ein Ort der Ruhe – mit leeren Spielplätzen und aufgeräumt wirkenden Liegewiesen. Dies verwundert einen Teilnehmer der Führung am Sonntagnachmittag. Kinder fühlen sich wohl in dieser Siedlung„Wir haben einfach gute Mitbewohner“- so versucht es Claudia Templin zu erklären. Sie arbeitet bei der Wohnungsbaugenossenschaft „1892“, zu der diese Siedlung gehört. Die Mieter sind hier zugleich Genossenschaftmitglieder und mussten daher bei der denkmalgerechten Sanierung ihrer Häuser Anfang der 1990er Jahre begeistert werden, erläutert Architekt Jaschke. Dafür ist der Zusammenhalt der 600 Siedlungsbewohner umso größer und vielleicht auch das Bewusstsein dafür, in einem schützenswerten Bauensemble zu wohnen, ausgeprägter als in anderen Teilen des Ortsteils Berlin-Wedding.

Der Architekt hat sich Gedanken gemacht

Wer sich beim Anblick der zwei- bis viergeschossigen Häusergruppen an Holland erinnert fühlt, liegt richtig: Architekt Bruno Taut hatte die „Amsterdamer Schule“ eingehend studiert; auch einige Prinzipien des „Neuen Bauens“ sieht man in der Siedlung umgesetzt. Die Art, wie der Backstein vermauert wurde, hat expressionistische Züge. Man sieht der Siedlung an, dass sich der Architekt Gedanken gemacht hat. Schließlich war das Geld in den 1920er Jahren knapp und kein Quadratzentimeter Platz durfte verschenkt werden. Die schlechten Wohnverhältnisse in den gründerzeitlichen Wohnquartieren der Berliner Innenstadt – wenig Grün, wenig Licht, wenig Luft – gaben das Negativbeispiel, das Taut am Schillerpark in Berlin-Wedding unbedingt vermeiden wollte: die für Berlin so typische Blockrandbebauung wurde zugunsten freistehender, relativ niedriger Häuserriegel aufgebrochen, dazwischen liegen ausgedehnte Grünflächen. „Die öffentlichen, halböffentlichen und privaten Flächen sind optimal gegeneinander abgegrenzt“, beschreibt Franz Jaschke die Freiraumgestaltung, in die auch der gegenüberliegende Schillerpark von Berlin-Wedding einbezogen wurde. Die Geschosshöhe lässt es noch zu, dass man die Kinder auf der Wiese zum Essen rufen kann – auch das war vom Architekten so beabsichtigt. Eine Wohnung kann man bei dieser Führung nicht besichtigen – „es ist gerade keine frei“, sagt Claudia Templin von der Wohnungsbaugenossenschaft. Dies könnte man als Indiz für eine gewisse Beliebtheit der Schillerpark-Siedlung in Berlin-Wedding sehen. Das ist keine schlechte Ausgangslage für eine Weddinger Wohngegend.

Weitere Informationen über die Schillerparksiedlung in Berlin-Wedding:

Artikel in Wikipedia

Artikel auf der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Webpräsenz der Wohnungsbaugenossenschaft 1892 e.G.

Ungewöhnlich gestaltete Lösung für Balkone

Ungewöhnlich gestaltete Lösung für Balkone