Getagged: Trinken

Wild und Wiese: Ungewöhnliches Pop-up-Dinner

Christian Wilke und Markus Bongardt (C) WIld & Wiese

Christian Wilke und Markus Bongardt (C) WIld & Wiese

Kneipen und Restaurants kommen und gehen. Doch manche gastronomischen Erlebnisse sind bewusst vorübergehend: so genannte Pop-up Dinner. Auch im Wedding versuchen zwei junge Männer, ein originelles kulinarisches Konzept umzusetzen. Dafür haben sie sich einen ganz besonderen Ort ausgesucht… Weiterlesen

Çarik Kuruyemiş: Kerne und Knollen

CarikEin echter Hingucker ist das, dieses altmodisch wirkende, schön eingerichtete Geschäft, in dem Nüsse und Kerne lose oder in kleinen Tüten und Säcken verkauft werden! Unwillkürlich bleibt der eilige Passant auf der Müllerstraße für einen Moment vor dem “Carik Kuruyemiş” stehen, das über eine schöne Inneneinrichtung aus in Holz eingefassten Vitrinen verfügt. Zuerst kommt einem das Intérieur eines Tante-Emma-Ladens oder einer Kaffeerösterei in den Sinn. Das ist auch nicht ganz weit hergeholt, denn hier geht es ebenfalls um’s Rösten: Nüsse, Kerne und getrocknete Früchte, alles für den orientalischen Geschmack zum Knabbern zubereitet. Die Rösterei selbst befindet sich zwar in Charlottenburg, aber verkauft werden die Leckereien in Neukölln und eben im Wedding. Im Laden an der Müllerstraße finden Kenner auch türkische Süßigkeiten in großer Auswahl. Weiterlesen

“Deichgraf”: Berlin wie es eigentlich ist

Deichgraf„Das Weltall ist unendlich groß. Das entspricht der Größe von unendlich vielen Fußballfeldern.“ (Wolfgang Herrndorf: Diesseits des Van-Allen-Gürtels)

Der Wedding ist, rein physikalisch betrachtet, nicht unendlich groß, aber er bietet eine unendlich erscheinende Vielzahl von Möglichkeiten. Eine Möglichkeit, einen schönen Frühlingstag zu verbringen, ist ein Besuch des „Deichgraf“ am Nordufer. Es gibt einen gemütlichen Biergarten, von dem man den Schiffahrtskanal sehen kann. Auf der anderen Seite des Kanals sind Industrieanlagen, kein Ausflugsdampfer schippert vorbei. Dieser Teil Berlins wurde vom Tourismus bisher verschont und der Gast kann die Ruhe am Wasser genießen. Weiterlesen

Die Panke entlang (Teil 2)

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Gedenkstein WiesenstrIm ersten Teil sind wir schon von der Mündung der Panke am Nordhafen bis zur Pankstraße entlanggewandert – durch eine Art Niemandsland, zwischen Wohnhauszeilen und alten Fabrikgebäuden. Jetzt geht es weiter durch Gesundbrunnen bis fast zum Bürgerpark Pankow.

Wir starten an der Pankstraße 83. Idyllisch fließt hier die kanalisierte Panke zwischen den Brücken der Pankstraße und der Wiesenstraße, entlang begrünter Hinterhöfe und Wohnhäuser der 1950er Jahre. Der erste nachweisbare Siedlungskern des Wedding, ein landwirtschaftliches Gut im Besitz der Stadt Berlin und später des Kurfürsten, erstreckte sich genau hier ab dem 13. Jahrhundert. Die letzten Gebäude des Weddinghofes verschwanden erst während des Mietskasernenbaus der Gründerzeit. Genauso schwer ist heute vorstellbar, dass am 1. Mai 1929 in der Kösliner Straße, die sich hinter den Neubauten befindet, Straßenschlachten tobten, die mindestens 19 zivile Todesopfer forderten. Dieses Gebiet war eine kommunistische Hochburg, die den Beinamen des Bezirks “Roter Wedding” prägte. Nur ein Findlings-Gedenkstein an der Wiesenstraßenbrücke erinnert heute noch daran – die einst so stadtbildprägenden Mietskasernen sind hier jedenfalls verschwunden. Weiterlesen

Phönicia: Falafel statt Döner

Phoenicia Falafel SeestrUm im Wedding einen guten Falafel zu bekommen, sollte man manchmal auch längere Wege in Kauf nehmen. Seit ein paar Jahren gibt es in der Seestraße Spezialitäten aus Nahost, früher noch unter dem Namen “Jiddo”. Inzwischen ist der kleine Laden in libanesischer Hand und bezieht sich namenstechnisch auf die Phönizier, die bekanntlich im heutigen Libanon ihren Siedlungsschwerpunkt hatten. Weiterlesen