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“Deichgraf”: Berlin wie es eigentlich ist

Deichgraf„Das Weltall ist unendlich groß. Das entspricht der Größe von unendlich vielen Fußballfeldern.“ (Wolfgang Herrndorf: Diesseits des Van-Allen-Gürtels)

Der Wedding ist, rein physikalisch betrachtet, nicht unendlich groß, aber er bietet eine unendlich erscheinende Vielzahl von Möglichkeiten. Eine Möglichkeit, einen schönen Frühlingstag zu verbringen, ist ein Besuch des „Deichgraf“ am Nordufer. Es gibt einen gemütlichen Biergarten, von dem man den Schiffahrtskanal sehen kann. Auf der anderen Seite des Kanals sind Industrieanlagen, kein Ausflugsdampfer schippert vorbei. Dieser Teil Berlins wurde vom Tourismus bisher verschont und der Gast kann die Ruhe am Wasser genießen. Weiterlesen

Die Panke entlang (Teil 2)

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Gedenkstein WiesenstrIm ersten Teil sind wir schon von der Mündung der Panke am Nordhafen bis zur Pankstraße entlanggewandert – durch eine Art Niemandsland, zwischen Wohnhauszeilen und alten Fabrikgebäuden. Jetzt geht es weiter durch Gesundbrunnen bis fast zum Bürgerpark Pankow.

Wir starten an der Pankstraße 83. Idyllisch fließt hier die kanalisierte Panke zwischen den Brücken der Pankstraße und der Wiesenstraße, entlang begrünter Hinterhöfe und Wohnhäuser der 1950er Jahre. Der erste nachweisbare Siedlungskern des Wedding, ein landwirtschaftliches Gut im Besitz der Stadt Berlin und später des Kurfürsten, erstreckte sich genau hier ab dem 13. Jahrhundert. Die letzten Gebäude des Weddinghofes verschwanden erst während des Mietskasernenbaus der Gründerzeit. Genauso schwer ist heute vorstellbar, dass am 1. Mai 1929 in der Kösliner Straße, die sich hinter den Neubauten befindet, Straßenschlachten tobten, die mindestens 19 zivile Todesopfer forderten. Dieses Gebiet war eine kommunistische Hochburg, die den Beinamen des Bezirks “Roter Wedding” prägte. Nur ein Findlings-Gedenkstein an der Wiesenstraßenbrücke erinnert heute noch daran – die einst so stadtbildprägenden Mietskasernen sind hier jedenfalls verschwunden. Weiterlesen

Phönicia: Falafel statt Döner

Phönizia1Um im Wedding einen guten Falafel zu bekommen, sollte man manchmal auch längere Wege in Kauf nehmen. Seit ein paar Jahren gibt es in der Seestraße Spezialitäten aus Nahost, früher noch unter dem Namen “Jiddo”. Inzwischen ist der kleine Laden in libanesischer Hand und bezieht sich namenstechnisch auf die Phönizier, die bekanntlich im heutigen Libanon ihren Siedlungsschwerpunkt hatten. Weiterlesen

“Papadam”: Indisch essen in der Vorstadt

Papadam (C)PapadamDas Papadam ist in mancherlei Hinsicht eine Überraschung. Als Erstes wäre da der Standort an einer lauten Kreuzung zwischen Bürogebäuden, Tankstellen und Vorstadtwohnblocks. Unerwartet ist auch der mutige Einsatz von Farben, der die frühere Eckkneipe in ein erstaunlich stilvolles Restaurant verwandelt hat. Und am Ende ist es natürlich das Essen, das den Unterschied macht. Weiterlesen

“Little Kitchen”: Wie in einer gemütlichen Küche

Little Kitchen Blumenvase.jpgWelche Art von Gastronomie passt zum weltoffenen Wedding und seinen Bewohnerinnen und Bewohnern aus aller Herren Länder? Vielleicht sollte es eine bunte Mischung sein, wie sie im Konzept der „Little Kitchen“ am besten zum Ausdruck kommt.

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