Getagged: Rehberge

Tiere im Wedding: Wild Wedding

IgelGanz früh, kurz nach Sonnenaufgang unterwegs ist er, vor meiner Haustür. Sein kratziges Haarkleid gibt ihm nicht viel Selbstsicherheit, ängstlich erstarrt der kleine Igel zu einer vermeintlich leblosen Stachelkugel, wenn sich ein Mensch nähert. In den Gärten hinter dem Haus wohnt er in einem Laubhaufen. Nachts jagt er Insekten.

Füchse im Sprengelkiez (C) Ware Schönheit

Füchse im Sprengelkiez (C) Ware Schönheit

Ein ganz anderes Kaliber Raubtier ist hingegen der Fuchs, sogar das am weitesten verbreitete auf der Erde. Nicht nur im vorstädtischen Reinickendorf – wo er das Wappentier ist – streunt er durch die Straßen. Auch im dicht besiedelten Wedding wohnen Füchse, am Humboldthain, in den Rehbergen, werden aber auch fernab großer Parks im Sprengelkiez gesichtet. “Die wichtigsten Gründe für das häufigere Auftreten des Fuchses sind das reichhaltige Nahrungsangebiot der Wegwerfgesellschaft, kein Jagddruck sowie ein gewisses Zutrauen zum Menschen“, erklärt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur Häufung von Wildtieren in Berlin. Sie weist ebenfalls darauf hin, dass Füchse trotzdem scheu sind und Menschen nicht angreifen. Weiterlesen

Friedhof am Plötzensee: Was ist mit den Ehrengräbern passiert?

Straßenkarte 1915

Strassenkarte von 1915 (wikipedia.org), click to zoom

Dohnagestell. Nach einem alten Adelsgeschlecht benannt, trennt diese Strasse vom Eckernförder Platz ausgehend im Verlauf den Plötzensee von den Rehbergen. Als Spaziergänger passiert man auf seinem Weg durch allerlei Dickicht und Grün ein teils recht verwildertes Friedhofsgelände. Es wurde einst von drei verschiedenen evangelischen Gemeinden ab 1865 dort angelegt und war auch bekannt als Friedhof am Plötzensee. Doch erst, wenn die Strasse zumindest für motorisierte Fahrzeuge zu Ende scheint, erst dann steht man am eigentlichen Eingang des Friedhofs.

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Müllerstraße: Der “Ku’damm des Nordens”

Ralf Schmiedecke, Autor von inzwischen 13 Büchern über die Historie diverser Berliner Stadtteile sowie der Berliner Feuerwehr,  lebt seit seiner Geburt im Wedding. Der Hobby-Historiker arbeitet als Sicherheitsingenieur bei der BSR. Seine Freizeitbeschäftigung ist eher eine Leidenschaft: Er sammelt historische Ansichtskarten, Fotos und Firmenrechnungen. Die meisten Exponate stammen dabei aus dem alten Bezirk Wedding. Über den hat er bereits drei Bildbände zusammengestellt – und das vierte Buch ist schon in Arbeit. Weiterlesen

Moni’s Fischkajüte: Treffpunkt für alteingesessene Weddinger

Monis Fischkajüte 1 Von außen macht die Fischkajüte einen eher unscheinbaren Eindruck und gliedert sich in die umliegenden Friseur- und Kebabstores nahtlos ein. Nur die Reklame lässt erahnen, dass es sich hier um einen traditionellen Fischladen handelt. Innen geht es dagegen herzlich und familiär zu. Mit Hummerservietten und großem Segelschiffaufkleber an der Wand wirkt es hier im Wedding sogar schon maritim. Im Zentrum des Ladens befindet sich die große hell beleuchtete Fischtheke, hinter der sich Moni, die Ladenbesitzerin, postiert. Das Angebot reicht von hausgemachten Salaten, belegten Brötchen bis hin zu Frischfisch aller Art. Weiterlesen

Über Vergessen und Magie am Eckernförder Platz

Mit meiner Tochter auf allen Wegen unterwegs zu sein, hier im wunderschönen Wedding. Ihr die schönen Dinge zu zeigen, die Vielfalt, aber auch den Widerspruch. Aus allen Welten eben etwas, vor allem aber das Vergessen und die Orte, die bald vergessen sein werden. Wie der Eckernförder Platz.

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