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Vom Kanal zum Bach – Konkrete Umbaupläne für die Panke

Beispiel für eine zukünftige so genannte raue Rampe - Bild: Senatsverwaltung Umwelt

Beispiel für eine zukünftige so genannte raue Rampe – Bild: Senatsverwaltung Umwelt

Bis heute, 29. Juli 2015, liegen die Baupläne zur Panke aus und können online oder in 12 Ordnern in der Bibliothek am Luisenbad eingesehen werden. Einwände zu diesem Planfeststellungsverfahren kann bis 11. August vorbringen, dessen Belange berührt werden. Ziel des Umbaus der Panke ist es, das Stadtfließ in einen Bach zu verwandeln. Dieser ökologische Umbau wäre erfolgreich, wenn wieder Fische in der Panke leben können.

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Wer hilft der Freiwilligenagentur Wedding?

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Anna Asfandiar berät Tilo Kempfer vom Verein panke.info.

Eine Kirchengemeinde im Wedding braucht Unterstützung bei der Essensausgabe. Gesucht werden auch ein Leiter für eine Seniorentanzgruppe, ein Nachhilfelehrer für Englisch/Französisch und ein Freiwilliger, der Sportangebote in einem Wohnheim für geistig behinderte Erwachsene anbietet. Anna Asfandiar von der Freiwilligenagentur Wedding könnte viel tun für den Wedding. Seit 2006 bringt sie ehrenamtliche Helfer und Kiezinitiativen zusammen. Doch weil die Förderung zum Ende vergangenen Jahres ausgelaufen ist, hat die Agentur kein Geld mehr für Annas Vermittlungsarbeit und steht vor dem Aus.

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Die Kolumne: Mitmachen ist cool

Mitmachen - das Soldiner KiezheftAuch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Mitmachen ist cool! Das beweist wieder die neue Ausgabe vom Kiezmagazin „Soldiner“, das eben erschienen ist. Das Schöne an dem Heft ist zum einen, dass die zwölf wirklich toll gestalteten Seiten tatsächlich Ergebnis eines Mitmach-Projektes sind, an dem sich Bewohner und Nachbarn des Soldiner Kiezes beteiligt haben. Übrigens unter tätiger Mithilfe meiner Weddingweiser-Kollegin Dominique Hensel. Zum anderen werden im „Soldiner“ diverseste Möglichkeiten vorgestellt, sich im Bezirk und im Kiez tatkräftig einzubringen. Wem das Engagement gegen Plastiktüten zu wenig ist, kann sich ja bei der Freiwilligenagentur Wedding, beim Verein panke.info oder in den Bewohnergremien der Quartiersmanagements einbringen und auf diese Weise mitmachen und vor allem -gestalten.

Autor: Ulf Teichert

P.S. Und der Weddingweiser wird als Mitmach-Projekt in dieser Ausgabe des „Soldiner“ ebenfalls vorgestellt…

Repair-Café: Altes nicht gleich wegwerfen

Eine Kleidertauschaktion der Weddingwandler

Eine Kleidertauschaktion der Weddingwandler

Repair-Cafés liegen im Trend. Auch im Wedding will man einen Ort schaffen, an dem Bastler anderen Menschen helfen, kaputte Sachen wieder zum Leben zu erwecken. Jeder kennt es: Man braucht es nicht mehr, aber es ist noch zu gut für den Abfall. Also weg damit!? Aber wohin? Oder kann es weitergenutzt und repariert werden?

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Ente gut – alles gut

Da hatte der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, gut lachen: er durfte dem Gewinner des Entenrennens den Hauptpreis überreichen. Ulrich Wirth kann sich über zwei Übernachtungen im Holiday Inn in Dresden freuen. Was er dafür getan hat? Er hat auf’s richtige Pferd gesetzt – oder besser gesagt auf die richtige Ente.

Enten zu Wasser gelassen (Foto: Bürgerstiftung Wedding i.G.)

Enten zu Wasser gelassen (Foto: Bürgerstiftung Wedding i.G.)

Sonderbehandlung für Förderer (Foto: D.Hensel)

Sonderbehandlung für Förderer (Foto: D.Hensel)

Beim Entenrennen am 23. September hatten Jung und Alt viel Spaß. Bei strahlendem Sonnenschein zog es etwa 500 Besucherinnen und Besucher an die Panke zwischen der Pankstraßenbrücke und der Gerichtstraße. Nachdem die beiden Veranstalter, die Bürgerstiftung Wedding, vertreten durch Daniel Gollasch und Birgit Thomsmeyer und panke.info, vertreten durch Thorsten Haas, das Rennen eröffnet hatten, setzten sich zunächst die großen Gummienten der Sponsoren in Bewegung. Dann kamen die Förderenten dran, die außer Konkurrenz liefen. Und dann war es soweit: aus großen Tüchern wurden die übrigen 500 Enten in die Panke gelassen, wo sich sogleich ein gelber Teppich aus gelben Quietscheentchen bildete. Die 300 Meter lange Rennstrecke war von neugierigen Kindern und Erwachsenen gesäumt. Die meisten hofften, dass ihre Ente die schnellste sein würde. Die anderen Zaungäste hatten einfach Spaß an dem gelben Spektakel auf Weddings Stadtfluss, der an diesem Tag so sehr im Mittelpunkt stand wie nur selten zuvor. Aussichtsplätze gab es mit den drei Brücken an der Rennstrecke zwar genug, doch an den Brücken- und Ufergeländern war jeder Platz innerhalb kürzester Zeit von mitfiebernden Entenlosbesitzern belegt.

Zieleinlauf mit Schwimmhilfe

Viel zu sehen (Foto: D.Hensel)

Viel zu sehen (Foto: D.Hensel)

Enten am Ziel (Foto: D.Hensel)

Enten am Ziel (Foto: D.Hensel)

Zum Finale stellte ein Anwohner Boxen an seinen Balkon, und das Quietscheentchen-Lied von Ernie und Bert begleitete die Enten akustisch beim Zieleinlauf. Die letzten Meter bestanden aus Schwimmnudeln, die in V-Form aufeinander zuliefen und die Enten dadurch abbremsten. Am Ende konnten auf diese Weise alle Enten aus dem Wasser gefischt werden – wobei die ersten hundert Enten ihre Besitzer zu Gewinnern machten. Auf der Bühne des Wedding Kulturfestivals auf dem nahen Nettelbeckplatz überreichten dann Vertreter der Bürgerstiftung Wedding (in Gründung) und Ralf Wieland (SPD-Abgeordneter) die Hauptpreise. Beeindruckend war, wie viele Kiez-Akteure und Unternehmer aus dem Wedding das Entenrennen mit Preisen, Losverkäufen und Werbung unterstützt hatten. Dazu kamen 27 Freiwillige, die bei der Ausrichtung des Entenrennens geholfen – und sich zum Teil auch nasse Füsse geholt – haben!

Bei panke.info können die Losbesitzer nachsehen, ob sie etwas gewonnen haben

Panke-Hochwasser: Weddingern steht das Wasser bis zum Hals

(Artikel im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding vom 1. September 2012:)

Die Nacht zum 22. August werden die Bewohner der Kunkel-, Ravené- und Schönwalder Straße nicht so schnell vergessen: Nachdem es schon einige Stunden geregnet hatte, trat die Panke über ihre Ufer, überflutete die Straßen und Hauseingänge. Keller liefen im Nu voll, Autos standen bis zur Motorhaube unter Wasser. „Wir haben hier einen Mini-Tsunami erlebt. Die Welle rollte knietief durch die Straßen“, berichtet Anwohnerin Anja Aust.

Am nächsten Tag wird das Ausmaß der Schäden sichtbar: In den Kellern ist nichts mehr brauchbar. Hauseigentümer stellen Container bereit, damit die Mieter ihre ruinierten Habseligkeiten ausräumen können. An den Hauswänden ist die Flutlinie zu erkennen, das Wasser stand dort etwa 20 Zentimeter hoch. Die Keller waren bis zur Decke vollgelaufen – nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Flut am Tag gekommen wäre und Mieter im Keller überrascht hätte. Am schlimmsten ist der Gestank“, sagt Manuel Schneider, der beim Aufräumen hilft. „Und vorhin habe ich einen Rattenschwanz gesehen.“

Das verstopfte Gitter sorgte für den Rückstau

Wie konnte es zu der Überflutung kommen? „Die Panke ist das einzige Gewässer in Berlin, das als hochwassergefährdet gilt“, sagt Stefan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. In der Nacht vom 21. auf den 22.August habe es im Norden Berlins 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gegeben. „Das ist so viel wie in einem durchschnittlichen August.“ Diesen Wassermassen war die so genannte Rechenanlage in der Schulzendorfer Straße nicht gewachsen. „Rechen bedeutet hier so viel wie Harke. Gitterstäbe sorgen dafür, dass Müll, Zweige und sonstiges Schwemmgut hier hängen bleiben.“ Ein automatischer Räumer schiebt alles in einen Container, der regelmäßig von der BSR abgeholt wird. „Aufgrund des starken Regens war die Rechenanlage binnen Minuten verstopft.Wir hätten auf der Stelle zehn starke Männer gebraucht, um sie wieder freizukriegen“, sagt Natz. Die Rechenanlage in solchen Situationen zu öffnen, sei nicht möglich,weil dann die sperrigen Gegenstände den unterirdischen Südarm der Panke verstopfen könnten, mit noch schlimmeren Folgen, so Natz. Diese Erklärung macht die Anwohner stutzig. Die Südpanke wird nämlich seit fünf Jahren überhaupt nicht mit Wasser beschickt, weil dort, wo sie fließt, riesige Baustellen sind, etwa die für den Bundesnachrichtendienst.

Zweifel an der offiziellen Version

Aus Sicht der Anwohner ist das nicht der einzige Widerspruch in den Erklärungen der Behörden. „Schon Wochen vor dem starken Regen ist mir aufgefallen, dass die Panke immer höheres Wasser führt und langsamer fließt“, sagt Anja Aust. Am 8. Juli hat sie deshalb bereits bei der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nachgefragt. In der Antwort vom 11. Juli hieß es, dass der Pankepegel über ein Wehr in der Schulzendorfer Straße reguliert werde. Dabei handelt es sich um ein „Schlauchwehr“, das bei Starkregen automatisch in sich zusammenfalle. Dann fließe die gesamte Wassermasse Richtung Nordhafen ab.

Ob dieser Mechanismus funktioniert hat, war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren. Für die Anwohner hängt eine Menge davon ab: Wenn die Regulierungsanlagen nicht funktioniert haben, wäre das Land Berlin schadensersatzpflichtig. Handelt es sich um eine Naturkatastrophe, gehen sie leer aus.

(Artikel im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding vom 1. September 2012)

Mehr zur Südpanke bei panke.info