Getagged: Nazarethkirche

Ein buntes Tipi im bunten Wedding

C) B. Lüdecke

C) B. Lüdecke

Seit letzten September haben mehr als 80 Bürger 1.200 Quadrate gestrickt und gehäkelt. Der Beitrag Einzelner liegt dabei zwischen einem Quadrat und 100 Quadraten, das Material zeigt deutlich persönliche „Handschriften“ sehr unterschiedlicher Mitwirkender. Nun wurde aus den Einzelquadraten ein buntes Tipi mit einer Innenhöhe von fünf Metern, das den Sommer über frei zugänglich im öffentlichen Raum stehen wird. Ab Freitag, den 22. Mai von 16 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit findet die Einweihung des Tipi für Berlin-Mitte zur Nutzung durch die Öffentlichkeit statt – am vorderen Leopoldplatz, auf der Grünfläche neben der Alten Nazarethkirche an der Schulstraße.

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Wenn mit Nazareth Max gemeint ist…

Nazareth2Als ich die Plakate von einem bekannten Sportklamotten-Hersteller mit der Aufschrift „Keiner kann wie Wedding“ sah, da habe ich mich gefreut. Nicht weil damit auf die wahre Größe des einstigen Arbeiterbezirkes hingewiesen wird. Nein, mich freute, dass auf dem Plakat auf einen Platz im Wedding mit dem Namen „Nazareth“ verwiesen wird. Ich fragte mich sogleich, sollten meine Lokalpolitiker zwischenzeitlich einsichtig geworden sein? Sollten sie den Leopoldplatz, der den Namen eines der größten Militaristen der Deutschen Geschichte trägt, einen anderen Namen gegeben haben? Hatte dieser Platz an der Müllerstraße den Namen der Alten und Neuen Nazarethkirche bekommen, die auf ihm stehen? Weiterlesen

Weihnachtsmarkt: Traditionell zwei Mal

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Foto: Lena Meyer

Alle Jahre wieder:  der Weddinger Weihnachtsmarkt auf dem Leopoldplatz, eine im Jahr 2010 wiederbelebte Tradition, erlebt in diesem Dezember schon seine vierte Auflage in der heutigen Form. Wie bereits im letzten Jahr findet der Markt mit seinem bunten Rahmenprogrammgleich an zwei Adventssonntagen statt. Am 1. Advent, am 1. Dezember sowie am 2. Advent, am 8. Dezember wird Weddings prominentetes Veranstaltungsgelände vor der Alten Nazarethkirche von musikalischen Beiträgen von der Open-Air-Bühne beschallt, während sich soziale und bürgerschaftliche Gruppen sowie Anbieter aus Kunst, Kultur und Gastronomie an Marktständen präsentieren. An beiden Markttagen gibt es von 14 bis 20 Uhr ein Programm, darunter auch einen Gottesdienst unter freiem Himmel um 15 Uhr, organisiert von der Nazarethkirchgemeinde, die auch Eigentümerin des Vorplatzes ist.

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Tauschen macht glücklich – bald auch im Wedding?

Wenn sich Menschen austauschen

Tauschmobil in Aktion Foto: B. LüdeckeDas „Tauschmobil“ ist tatsächlich ein Auto, in das man hineingehen kann, um Haushaltsgegenstände zu tauschen. Es enthält Haushaltsgegenstände aller Art: Geschirr, Kleidung, Bücher, Taschen, Büromaterial, Werkzeuge, Kinderspielzeug und vieles mehr. Für größere Gegenstände kann man Nachrichten aufhängen.

Weil das direkte Tauschen zwischen zwei Personen eher schlecht funktioniert, ist das Tauschmobil eine Zwischenstation. Irgendwer freut sich über Ihre Mitbringsel und irgendein anderer hat sicher etwas dagelassen, über das Sie sich freuen.

Man findet zu Hause immer etwas, was man hinbringen kann. Und man findet immer etwas, das man gerne mitnehmen möchte. Es macht Spaß zu sehen, dass das eigene Mitbringsel (schwups!) weg ist und man freut sich auch über das, was man selber alles findet.

Wo man das Tauschmobil finden kann

Das Tauschmobil steht regelmäßig samstags von 10 bis 16 Uhr auf dem Markt in in der Seelower Straße in Prenzlauer Berg. Wer lieber im Wedding tauschen möchte, der kann das an diesem Samstag im Rahmen des Gemeindefestes der Evangelischen Nazarethkirchengemeinde tun: Dieses findet im Hof der Nazarethkirchstr. 50 ab 17 Uhr statt. Vielleicht findet sich dabei eine Person oder eine Gruppe, die das Tauschmobil in Zukunft regelmäßig im Wedding betreiben könnte? Die Besitzerin Gabi Rimmele kann sich nämlich vorstellen, das Auto samt Inhalt an anderen Wochentagen zu verleihen. Der Marktbetreiber auf dem Leopoldplatz hat jedenfalls schon zugesagt, dass er für das Tauschmobil keine Standmiete beansprucht…

Autor: Brigitte Lüdecke

Gemeindefest

Samstag, 17. August

ab 17Uhr

Nazarethkirchstr. 50, Hof

Die Nazarethkirchen- Gemeinde macht sich auf den Weg

Umbau Leopoldplatz IIIn allen evangelischen Kirchen in Berlin-Brandenburg wird dieses Jahr im Oktober der„Gemeindekirchenrat“ (GKR) gewählt. Der GKR führt die Geschäfte der Gemeinde und ab Oktober auch wieder in der Nazarethkirchengemeinde. Tatsächlich werden Kandidaten für den GKR gern gesehen, die Sinn für kaufmännische Angelegenheiten haben. Denn gerade am Leopoldplatz geht es um die Übernahme von Verantwortung und Entlastung der Pfarrer. Die Pfarrerin Judith Brock hat vor der Wahl der neuen Gemeindeleitung eine Veranstaltungsreihe initiiert: „Kirche im Kiez macht sich auf den Weg“. An drei Abenden im Juni sind nicht nur Gemeindemitglieder, sondern auch Partner, Nachbarn und Freunde der Evangelischen Nazarethkirchengemeinde am Leopoldplatz herzlich eingeladen, die Kirche auf neuen Wegen zu begleiten.

Der vordere Leopoldplatz wird aktuell umgebaut. Es handelt sich um die letzte Baumaßnahme aus dem Aktiven Stadtzentrum Müllerstraße am Leopoldplatz – der Platz erstreckt sich von der Müllerstraße über die Turiner Straße hinweg bis zur Maxstraße. Nach Umbau des vorderen Leopoldplatzes wird durch einheitliche Pflasterung deutlich erkennbar sein, wie groß der Vorplatz der alten Nazarethkirche ist. Es handelt sich um einen Platz, der naturgemäß einen öffentlichen Raum darstellt, aber der Kirche gehört und von Marktbetreibern, Kulturveranstaltern aller Art von der Kirche gepachtet wird. Die Evangelische Nazarethkirchengemeinde mit der schönen Schinkelkirche muss an diesem prominenten Ort – der Leopoldplatz ist eben nicht nur ein U-Bahn-Umsteigebahnhof, sondern der zentrale Veranstaltungsort des Wedding – sehr vielfältigen Anforderungen gerecht werden. Vielleicht ist die ehemalige Gemeindeleitung auch an der Überforderung zerbrochen.

Es gibt bereits eine Arbeitsgruppe, die sich Gedanken macht, in welcher Weise das Ende der Baumaßnahmen bzw. die Eröffnung des Platzes im Herbst gefeiert wird, wie die Beteiligten und ihre Erfolge gewürdigt werden sollen. Es geht nicht nur um Baumaßnahmen, sondern auch um Anwohner, soziale Einrichtungen, verschiedene Gremien der Bürgerbeteiligung (Runder Tisch Leopoldplatz, Stadtteilvertretung Mensch Müller) und verschiedenste Akteure, die beruflich involviert sind (z. B. Praktikerrunde), um ein sozialverträgliches Miteinander am Ort für alle zu gestalten. Diese Gremien sind heute nicht mehr so wie vor drei bzw. vier Jahren, als das Aktive Stadtzentrum Müllerstraße an den Start ging.

Vielleicht können wir eines Tages rückwirkend bilanzieren, dass Baumaßnahmen und unterschiedliche Formen von Bürgerbeteiligung am Ort eine Funktion als Wegbereiter hatten, damit eine neue Gemeindeleitung jetzt tragfähige Geschäftsbeziehungen etablieren und ein Netz der sozialen Einrichtungen rund um den Ort sinnvoll weiterentwickeln kann.

Das Ende der Baumaßnahmen ist zugleich ein Anfang. Jeder ist herzlich eingeladen von Anfang an dabei zu sein und den einen oder anderen Baustein mitzugestalten für eine starke Kirche und ein vielfältiges Gemeindeleben am Leopoldplatz.

Autor: Brigitte Lüdecke

Einladung

5. Juni, 12. Juni, 19. Juni

19.00 Uhr

Alte Nazarethkirche