Getagged: Müllerhalle

Müllerstraße: Der “Ku’damm des Nordens”

Ralf Schmiedecke, Autor von inzwischen 13 Büchern über die Historie diverser Berliner Stadtteile sowie der Berliner Feuerwehr,  lebt seit seiner Geburt im Wedding. Der Hobby-Historiker arbeitet als Sicherheitsingenieur bei der BSR. Seine Freizeitbeschäftigung ist eher eine Leidenschaft: Er sammelt historische Ansichtskarten, Fotos und Firmenrechnungen. Die meisten Exponate stammen dabei aus dem alten Bezirk Wedding. Über den hat er bereits drei Bildbände zusammengestellt – und das vierte Buch ist schon in Arbeit. Weiterlesen

Politik trifft Wirtschaft – Besuch im Kaufland Müllerstraße

Vor rund sechs Wochen war es soweit – am 5. Dezember eröffnete auf dem ehemaligen Gelände der Müllerhalle der Kaufland-Neubau. Es ist also an der Zeit, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen, wie der neue Markt im Wedding angenommen wird.
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Müllerstraße: Großer Boulevard mit Lackschäden

An der Müllerstraße ist der Lack ab

Die Müllerstraße, die über drei Kilometer lange, unangefochtene Hauptschlagader des Wedding, besitzt noch das Format einer Hauptstraße. Ihr bescheidener Anfang als Sandpiste zwischen Tegel und Berlin ist ihr jedenfalls nicht mehr anzusehen, Reste der ländlichen Bebauung vor den Toren Berlins gibt es auch nicht mehr. Wie so viele Magistralen anderer Weltstädte führt sie schnurgerade aus den Vororten direkt ins Herz der Innenstadt.

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Weddingwoche #47: Fassade der Finsternis

Müllerhalle KauflandAm 5. Dezember öffnet die neue Müllerhalle ihre Pforten. Anwohner, die wegen der etwas düster geratenen Klinkerfassade depressiv verstimmt sind, können sich also bald wieder glücklich shoppen. Zugegeben: Auf den Entwürfen der neuen Halle sah das Gebäude irgendwie heller und freundlicher aus. Aber meine Güte, das war eben nur ein Entwurf. Und vielleicht gehörte es ja zum Konzept der Verantwortlichen, das Gebäude von außen so finster zu gestalten, dass man möglichst schnell ins Innere möchte, um sich vor dem Anblick zu schützen. Kann doch sein. Sollte dieses Konzept nicht aufgehen, könnte man zu Marketingzwecken einen Horrorfilm in der Halle drehen. Immerhin war dort wirklich mal ein Friedhof der Kuscheltiere und das Gebäude würde eine geeignete Fassade – pardon – Kulisse bieten. Aber Spaß beiseite, Müllerhalle. Wir wünschen dir einen glücklichen Start und ein gutes Weihnachtsgeschäft. Vergiss aber nicht, ein paar Lichterketten aufzuhängen – möglichst außen.

Die Kolumne „Weddingweiser’s Woche“ erscheint ebenfalls jeden Samstag neu im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

Neue Müllerhalle: eine Chance für den schwarzen Kasten

Berlin verändert sich, der Wedding auch, aber in Sachen “Müllerhalle” ist mehr Wehmut im Spiel als bei anderen Bauprojekten der Stadt.

Tristesse in grau: die MüllerhalleNachdem 1950 auf dem Gelände eines ehemaligen Tierfriedhofs die Markthalle errichtet wurde, entwickelte sich der Standort schnell zum Treffpunkt des gesamten nördlichen Wedding. Doch mit dem allgemeinen Niedergang der Müllerstraße und dem Aufkommen anderer Einkaufsmöglichkeiten verkam die Müllerhalle immer mehr zu einem Ramschladen und stand zuletzt größtenteils leer. Auf das Wagnis einer sanierten, lebendigen Markthalle mit vielen kleinen Geschäften wollte sich der Besitzer denn auch nicht mehr einlassen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Abrissbirne tätig wurde und 2012 große Teile des Häuserblocks Müller-/Kongo-/Lüderitzstraße in gähnende Leere verwandelte.

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