Getagged: Leopoldplatz

Tauschring Wedding: Für sechs Leos Jonglieren lernen

Christina (li.) und Heike haben einen Tauschring für den Wedding ins Leben gerufen. Foto: Hensel

Christina (li.) und Heike haben einen Tauschring für den Wedding ins Leben gerufen. Foto: Hensel

Den Großeinkauf oder den neuen Schrank können sich Weddinger für sechs Leos in der Stunde von Christina nach Hause fahren lassen. Für die gleiche Anzahl Leos kann man bei ihr auch Jonglieren lernen, von Lukas den Rechner fit machen lassen, bei Tobias singen lernen oder von Lara die Kinder betreuen lassen. Der Leo, das ist die Währung des Tauschrings Wedding. Die Tauschplattform ist eine lokale Zeitbörse für den Stadtteil. Christina Stehr und Heike Hübinger organisieren das neue nachbarschaftliche Netzwerk.

Weiterlesen

Die Kolumne: Milieuschutz im Wedding oder im Vorhof zum Paradies

Graffiti in der Nazarethkirchstr,

Graffiti in der Nazarethkirchstr,

So ein Grobscreening tut gar nicht weh. Oder hat irgend jemand in Wedding bemerkt, dass er einem solchen unterzogen wurde. Na bitte! Ein Ergebnis gab es trotzdem: Die Bewohner rund um den Leopoldplatz sind von Verdrängung und Luxussanierung besonders bedroht, weshalb das Areal schon bald als Milieuschutzgebiet ausgewiesen werden soll. Ehe nun aber das Paradies über das auserwählte Gebiet hereinbricht, gibt es noch viel zu tun. So werden unter anderem die einzelnen Haushalte befragt, damit die Bezirksverwaltung genau weiß, wo tatsächlich der Schuh drückt und der Hase im Pfeffer liegt. Erst dann wird es eine sogenannte Erhaltungsverordnung geben. Die regelt, was Hauseigentümer tun und lassen dürfen, um das Milieu weiter in Frieden gedeihen zu lassen. Dass dann alles beim Alten bleibt, darf bezweifelt werden. „Die Möglichkeiten, die Mieten mit der Verordnung zum Milieuschutz zu begrenzen, sind eingeschränkt“, warnt schon mal im Vorfeld Mittes Baustadtrat Carsten Spallek. Was nichts anderes heißt, als dass zum Beispiel die vom Staat erzwungene und geförderte energetische Sanierung alter Häuser dazu führen wird, dass die Mieten weiter steigen werden. Und wenn das nicht ausreicht, das Milieu trotz Schutz ein wenig auf Trab zu bringen, wird in irgendeine Baulücke ein schönes Luxusmieten-Projekt gestellt. Das treibt früher oder später auch die Zahlen im Mietspiegel nach oben und Altmieter aus ihren Quartieren. Apropos: Ich bin schon jetzt gespannt, wie sich das neue Wohnviertel im Mauerpark auf die Mietpreise in Gesundbrunnen auswirken wird…

Autor: Ulf Teichert

Himmelbeet: Her mit euren grünen Däumchen!

 

(C) H.L. Linsmaier

(C) H.L. Linsmaier

Es lässt sich nicht mehr leugnen, der Frühling kommt näher. Und wie schon in den beiden vergangenen Jahren trägt der Stadtgarten „Himmelbeet“ dazu bei, den Wedding noch ein bisschen grüner und lebenswerter zu machen. Mit einem umfangreichen Programm von Festen, Kursreihen und Selbstpflückaktionen zieht das Gartenprojekt in der schönen Jahreszeit immer wieder neue Besucher an die frühere Brache an der Schulstraße Ecke Ruheplatzstraße.

Pflanzenpatenaktion noch vor Saisonbeginn

Doch damit es auf den Hochbeeten auch wirklich schon im Frühling grünt und blüht, sind die Bewohnerinnen und Bewohner des Wedding gefordert. „Her mit euren grünen Däumchen!“ – so spornen die Aktiven vom „Himmelbeet“ alle Weddinger vor dem Beginn der Gartensaison zur Mithilfe an. Denn auch in diesem Frühjahr werden Pflanzpaten gesucht, die sich Sämlinge abholen und zu Hause auf dem Fensterbrett aufziehen. Die Sämlinge können am Freitag, den 20. März von 10 bis 20 Uhr auf dem Himmelbeet-Stand auf dem Markt am Leopoldplatz abgeholt werden. „Am 2. Mai könnt ihr eure Pflanzenkinder in ihr neues Zuhause im Himmelbeet umziehen“, versprechen die Himmelbeetler. Dann wird die Saison mit dem ersten Gartenfest eröffnet….

Himmelbeet Pflanzenpaten PlakatAlle Beiträge zum Himmelbeet

20. März, Leopoldplatz, 10 – 20 Uhr

Website des Himmelbeet