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Volkspark Rehberge und Goethepark

Wie alles begann…….

Im Goethepark

Im Goethepark

Erst gab es da die Jungfernheide, ein bis nach Spandau reichendes großes Forst – und Waldgebiet mit Flugsanddünen. Der Name des etwa 78 Hektar großen Volksparks weist auf den damaligen Wildbestand hin. Die Dünen wurden in vielfältiger Weise genutzt: als militärisches Übungsgelände und zum Sandabbau. Dieser feine Sand war bei den Hausfrauen der Stadt gefragt. Dann folgte eine kleine Öko – Katastrophe: In den kalten Wintern nach dem ersten Weltkrieg holzte die notleidende Bevölkerung den gesamten Waldbestand ab und die dünne Humusdecke wurde fortgeweht. Übrig blieb eine Sandwüste. Neben Sand, wenig zu essen, gab es auch wenig Arbeit. Dies beschreibt der Weddinger Maler Otto Nagel sehr eindrücklich in seinen Erinnerungen. Genossen verschafften ihm eine bezahlte Stelle in einem Beschäftigungsprogramm. Ein Volkspark soll entstehen. Das war 1922. Begonnen wurde mit dem Goethepark.

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Weddinger Kinder gehen baden

 

Leserfoto, Quelle: Mirko

Leserfoto, Quelle: Mirko

Schillerpark-Plansche blieb im Juni gesperrt

Viele Weddinger Eltern fragen sich Jahr für Jahr, wenn im Frühjahr das Thermometer in den sommerlichen Bereich steigt, wann denn die Wasserspielplätze des Bezirks eröffnet werden. Nun teilt das Bezirksamt Mitte mit, dass die Saison der Kinderplanschen im Goethepark (am Dohnagestell) und im Schillerpark (Dubliner Ecke Barfusstr.) am 31. Mai eröffnet wurde. Beide Planschen werden grundsätzlich bei Temperaturen ab 25 Grad von 10 bis 18.00 Uhr betrieben. Die Temperaturvorhersage der RBB-Abendschau vom Vortag ist dabei maßgeblich. Allerdings beginnt der Badebetrieb im Goethepark wegen einer automatischen Steuerung erst, wenn die Mindesttemperatur tatsächlich erreicht ist. Und wenn Gewitter oder Stürme vorhergesagt werden, findet sicherheitshalber gar kein Badebetrieb an den Kinderplanschen statt.

Aufgrund von Vandalismusschäden konnte der Betrieb der Plansche im Schillerpark aber erst im Juli aufgenommen werden. Unbekannte hatten die 2011 für 450 000 Euro sanierte Schillerpark-Plansche kaputtgemacht und drei Sprühköpfe abgetreten, schreibt die Berliner Woche.  Mindestens 12 000 Euro kostet die Reparatur, wie Jürgen Götte vom Grünflächenamt der Berliner Woche sagte. Die Teile mussten jetzt neu angefertigt werden. Das Geld nimmt der Bezirk aus seinen Unterhaltsmitteln für Grünflächen.

Bleiben noch das Strandbad Plötzensee, das Kombibad Seestraße und das Sommerbad Humboldthain. Hier muss man allerdings Preise zwischen 4,00 und 5,50 Euro pro Erwachsenem einkalkulieren…

Planschen zur Abwechslung mal voller Wasser?

Die Kinder haben ihren Spaß an der alt-neuen Plansche im Schillerpark

Plansche im Schillerpark

Noch nicht ganz trocken hinter den Ohren sind oft die lieben Kleinen im Wedding. Dafür blieben aber viele Kinderplanschen trocken: die Haushaltsnotlage des Bezirks Berlin-Mitte hatte im letzten Sommer verhindert, dass es auf den beliebten Wasserspielplätzen „Wasser marsch“ heißen konnte – und das Wetter war daran ausnahmsweise einmal nicht allein schuld. Die SPD-Fraktion im Bezirk hatte im letzten Jahr das Bezirksamt aufgefordert, nach einem Sponsor zu suchen. Die Bezirksverordneten schlossen sich dieser Forderung an. Mit der Werbefirma Ströer hat sich nun ein Geldgeber für die nächsten fünf Jahre gefunden. Großzügig werden durch den Sponsor auch einige ältere Planschen saniert – weniger Energie und Wasser sollen so verbraucht werden. Auch die Plansche im Schillerpark – erst 2012 frisch saniert, modernisiert und nach ausgiebigen Testläufen freigegeben – kann demnächst wie die Plansche im Goethepark in Betrieb gehen.

„Wir freuen uns für die Kinder im Bezirk – und hoffen, dass Petrus mitspielt und die Lufttemperaturen über 25 Grad liegen!“, sagt Janina Körper, Sprecherin der SPD-Fraktion in der BVV Mitte für Grünflächen in einer Pressemitteilung der SPD. Der klamme Bezirk Berlin-Mitte ist zwar immer noch nicht flüssig, aber wenigstens spüren die Kleinen das nicht mehr beim Planschen…

Planschen im Wedding:

Schillerpark: Bristol- Ecke Dubliner Straße

Goethepark: Dohnagestell Ecke Transvaalstraße

Rehberge und Plötzensee: Rudern inmitten Weddings grüner Lunge

(C) Kai Möller/Panke Foto

(C) Kai Möller/Panke Foto

Auf Sand gebaut

(C) Linn Asmuß

(C) Linn Asmuß

Das heutige Parkgelände ist Teil des früher ausgedehnten Waldgebietes Jungfernheide. Die sprichwörtliche märkische Streusandbüchse prägte das Landschaftsbild auf dem Gebiet des heutigen Volksparks Rehberge und des Goetheparks in besonderer Weise. Denn in der späten Eiszeit abgelagerter Flugsand hatte sich dort zu ganzen Sanddünen formiert. Darauf wuchsen zum Teil Kiefern und Eichen, doch spätestens nachdem diese nach dem ersten Weltkrieg von der frierenden Bevölkerung abgeholzt wurden, lag die Sandfläche komplett frei. Der Sand beeinträchtigte die benachbarten Wohngebiete erheblich – er war allenfalls als Scheuersand zu gebrauchen. „Der Volksausdruck Berliner Schnee, womit das Treiben des Flugsandes gemeint ist, schreibt sich von den Rehbergen her“, schrieb der Stadtrat Ernst Friedel im Jahr 1899. Es musste also etwas mit dieser Fläche geschehen….

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