Getagged: Essen

Die Panke entlang (Teil 2)

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Gedenkstein WiesenstrIm ersten Teil sind wir schon von der Mündung der Panke am Nordhafen bis zur Pankstraße entlanggewandert – durch eine Art Niemandsland, zwischen Wohnhauszeilen und alten Fabrikgebäuden. Jetzt geht es weiter durch Gesundbrunnen bis fast zum Bürgerpark Pankow.

Wir starten an der Pankstraße 83. Idyllisch fließt hier die kanalisierte Panke zwischen den Brücken der Pankstraße und der Wiesenstraße, entlang begrünter Hinterhöfe und Wohnhäuser der 1950er Jahre. Der erste nachweisbare Siedlungskern des Wedding, ein landwirtschaftliches Gut im Besitz der Stadt Berlin und später des Kurfürsten, erstreckte sich genau hier ab dem 13. Jahrhundert. Die letzten Gebäude des Weddinghofes verschwanden erst während des Mietskasernenbaus der Gründerzeit. Genauso schwer ist heute vorstellbar, dass am 1. Mai 1929 in der Kösliner Straße, die sich hinter den Neubauten befindet, Straßenschlachten tobten, die mindestens 19 zivile Todesopfer forderten. Dieses Gebiet war eine kommunistische Hochburg, die den Beinamen des Bezirks “Roter Wedding” prägte. Nur ein Findlings-Gedenkstein an der Wiesenstraßenbrücke erinnert heute noch daran – die einst so stadtbildprägenden Mietskasernen sind hier jedenfalls verschwunden. Weiterlesen

ExRotaprint-Kantine: von wegen liebloses Essen!

Kantine ExRotaprint ZubereitungKantine – das Wort steht für schnelle Verköstigung in der Mittagspause mit einförmigem Essen. „Der Name ist bei uns eher ironisch gemeint“, erklärt André Reutter. Und tatsächlich: die Gaststätte auf dem ExRotaprint-Gelände an der Gottschedstraße 4 unterscheidet sich deutlich von den Speisesälen mit Großküche, die man aus anderen Kantinen kennt. „Das Essen wird bei uns immer frisch vor den Augen der Besucher zubereitet“, sagt der 48-Jährige. Es gibt auch nicht jeden Tag Fleisch – vegetarische Gerichte sind kein Nischenangebot, sondern stellen die Mehrheit der Gerichte dar. „Unser Motto ist: für wenig Geld gut gemachtes Essen anbieten“, erklärt André Reutter. Das Restaurant mit seinen 70 Plätzen steht nicht nur den wenigen hundert Mitarbeitern und Kursteilnehmern des ExRotaprint-Geländes zur Verfügung, sondern wird auch gern von Essensgästen aus anderen Teilen des Weddings besucht. Weiterlesen

Michele – Feinkost und Fremdsprachen: Darf es ein wenig Toskana sein?

Michael Schaller im Michele.

Michael Schaller im Michele.

Michael Schaller träumt von Italien. Schon als Jugendlicher begeisterte er sich für die Mittelmeerregion. Er lernte die Sprache, er verliebte sich in eine Italienerin und heiratete. Beinahe wäre er, den jeder Michele nennt, vor Jahren sogar ganz nach Italien gegangen. Doch er blieb. Heute teilt er seine Leidenschaft mit den Weddingern, die für die italienische Küche ebenso schwärmen wie er. In der Lotzingstraße 17 im Brunnenviertel betreibt er seit eineinhalb Jahren das „Michele – Feinkost und Fremdsprachen“. Es ist sein kleines Italien im Wedding.
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