Getagged: Café

“Herr Bielig – der Laden”: Tradition ganz neu

Herr Bielig aussenVielleicht gibt es einige Leser, die den Namen „Bielig“ schon mal irgendwo gelesen oder gehört haben und sich jetzt wundern, warum der Weddingweiser hierüber einen Artikel schreibt. Keine Angst, Wedding bleibt Wedding, Gesundbrunnen in diesem Fall Gesundbrunnen und das Café Bielig ist in der Soldiner Straße zu finden. (Wer gleich zum kulinarischen Teil springen möchte, lese bitte weiter unten). Ein Café in dieser Lage ist nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit, aber Frau Bielig (siehe Foto) ist eine von zwei Töchtern des Herrn Bielig. Und eben dieser Familie gehörte schon das „In aller Freundschaft“ am Senefelder Platz“ und das „Speisezimmer Herr Bielig“ im Prenzlauer Berg. Nachdem eine der beiden Schwestern Bielig nicht mehr zu 100% fit war, entschlossen sie sich, das „Speisezimmer Herr Bielig“ abzugeben. Weiterlesen

“PASTIS”: Zurück zu den Wurzeln der französischen Küche

Pastis Team

Im Norden des Wedding kündigt sich nach monatelangem Umbau im Centre Français eine kleine französische Revolution an.  Das Restaurant PASTIS nimmt nicht nur namentlich Bezug auf ein in Frankreich populäres Genussmittel. „Wir möchten uns auf die guten, einfachen Rezepte zurückbesinnen“, sagt Vincent Garcia. Der 47-jährige Küchenchef, der in Marseille geboren ist, glaubt, dass sich die überdrehte Spitzengastronomie zu weit von den Wurzeln des französischen kulinarischen Erbes entfernt hat. Statt dessen basiert die Speisekarte des PASTIS auf den Gerichten des traditionellen Bistros. Weiterlesen

“ResOtto”: Mehr als nur Bier und Suppe

Resotto TafelÜber einen Mangel an gastronomischen Angeboten kann sich im Sprengelkiez keiner beschweren. Immer neue Läden probieren immer neue Konzepte aus, doch was für eine Kneipe wünschen sich eigentlich die Kiezbewohner selbst? Vielleicht das “ResOtto”. Dort fühlen sich jedenfalls immer mehr Gäste wohl… Weiterlesen

Die Panke entlang (Teil 2)

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

Gedenkstein WiesenstrIm ersten Teil sind wir schon von der Mündung der Panke am Nordhafen bis zur Pankstraße entlanggewandert – durch eine Art Niemandsland, zwischen Wohnhauszeilen und alten Fabrikgebäuden. Jetzt geht es weiter durch Gesundbrunnen bis fast zum Bürgerpark Pankow.

Wir starten an der Pankstraße 83. Idyllisch fließt hier die kanalisierte Panke zwischen den Brücken der Pankstraße und der Wiesenstraße, entlang begrünter Hinterhöfe und Wohnhäuser der 1950er Jahre. Der erste nachweisbare Siedlungskern des Wedding, ein landwirtschaftliches Gut im Besitz der Stadt Berlin und später des Kurfürsten, erstreckte sich genau hier ab dem 13. Jahrhundert. Die letzten Gebäude des Weddinghofes verschwanden erst während des Mietskasernenbaus der Gründerzeit. Genauso schwer ist heute vorstellbar, dass am 1. Mai 1929 in der Kösliner Straße, die sich hinter den Neubauten befindet, Straßenschlachten tobten, die mindestens 19 zivile Todesopfer forderten. Dieses Gebiet war eine kommunistische Hochburg, die den Beinamen des Bezirks “Roter Wedding” prägte. Nur ein Findlings-Gedenkstein an der Wiesenstraßenbrücke erinnert heute noch daran – die einst so stadtbildprägenden Mietskasernen sind hier jedenfalls verschwunden. Weiterlesen

GESCHLOSSEN: Michele – Feinkost und Fremdsprachen: Darf es ein wenig Toskana sein?

Michael Schaller im Michele.

Michael Schaller im Michele.

Michael Schaller träumt von Italien. Schon als Jugendlicher begeisterte er sich für die Mittelmeerregion. Er lernte die Sprache, er verliebte sich in eine Italienerin und heiratete. Beinahe wäre er, den jeder Michele nennt, vor Jahren sogar ganz nach Italien gegangen. Doch er blieb. Heute teilt er seine Leidenschaft mit den Weddingern, die für die italienische Küche ebenso schwärmen wie er. In der Lotzingstraße 17 im Brunnenviertel betreibt er seit eineinhalb Jahren das „Michele – Feinkost und Fremdsprachen“. Es ist sein kleines Italien im Wedding.
Weiterlesen