Kategorie: Lokalgeschichte

Afrikanisches Viertel: Geschichtsstunde mit Smartphone

Die Straßennamen im Afrikanischen Viertel sind in Berlin einmaligWas verbirgt sich hinter den Straßennamen des Afrikanischen Viertels? Eine mobile Webseite zum Afrikanischen Viertel gibt Antworten: zum Nachlesen, aber auch mit vielen interessanten Au-diodateien und Bildern. Hier wird die Geschichte erzählt, die hinter der Benennung der 22 Straßen des Afrikanischen Viertels in Berlin Mitte steht: Es ist die Geschichte des deutschen Kolonialismus und seiner Verbrechen, eine Geschichte, die Franziska Zimmermann und Yonas Endrias mit ihren Texten zum Vorschein bringen.

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Bahnhöfe im Wedding: Wollankstraße

S Bf WollankstrSo ganz korrekt ist es nicht, den Bahnhof Wollankstraße dem Wedding oder Gesundbrunnen zuzuordnen. Denn obwohl die Station sogar während der Teilung Berlins zum Westberliner S-Bahn-Netz gehörte, lag sie immer östlich der Grenzlinie. Ein Schild neben dem Eingang wies Passanten auf diese kuriose Situation hin. Die Mauer selbst verlief unmittelbar östlich des Bahnhofs und verhinderte den Zugang von Osten. Vom Bahnsteig aus konnten die Westberliner Fahrgäste direkt auf den Todesstreifen sehen. Als 1962 der Bahnsteig plötzlich absackte, kam ein noch nicht fertiggestellter Fluchttunnel zum Vorschein, der durch das Bahnviadukt vom Westen aus gegraben worden war. Wegen der vorzeitigen Entdeckung hat der Tunnel jedoch niemandem zur Flucht verhelfen können. Weiterlesen

Das Brüsseler Eck, eine typische Eckkneipe…

Brüsseler Eck (C) Michael Wick

Brüsseler Ecke Genter

Viele haben bestimmt schon mal hinein gespäht, in die typische Weddinger Eckkneipe. Hinter Spitzengardinen und Leuchtreklame verbirgt sich eine kleine Parallelwelt, in der die Zeit still zu stehen scheint. Auf mich, einen zugezogenen Wahlweddinger, übten diese Orte schon immer eine besondere Anziehungskraft aus. Eine dieser Eckkneipen, das Brüsseler Eck, befindet sich in meiner direkten Nachbarschaft. Oft schon bin ich auf dem Weg zur Straßenbahn daran vorbei gelaufen, habe sehnsüchtige Blicke in das halbdunkle Innere geworfen, den Duft von altem Zigarettenrauch geschnuppert und dem riesigen Hund, der zu jeder Tag und Nachtzeit mit treuem Blick am Eingang Wache hält, den zotteligen Kopf getätschelt. Hinein traute ich mich jedoch nicht, ich fühlte mich wie ein Eindringling, der mit seiner Neugierde die Ruhe stört; zu oft hatte ich die alteingesessenen Berliner über die Touristen und die Zugezogenen schimpfen hören.

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Pläne für mehr Natur in und an der Panke

Viel besungen, viel geschmäht: die Panke, der letzte Nebenfluss der Spree und nach dieser das zweite Ur-Berliner Fließgewässer. Die Menschen haben dem knapp 30 Kilometer langen Fluss übel zugesetzt: Gerbereien und Färbereien, Papiermühlen und die Entwässerung der Rieselfelder haben das einst so fischreiche Gewässer verschmutzt – heute haben nur zwei besonders hartnäckige Fischarten überlebt. Das ungehemmte Wachstum der Millionenstadt Berlin rückte auch der Panke zu Leibe, die immer weiter eingeschnürt und verengt wurde. Weiterlesen

Um die Weddinger Ecke gedacht

Zur gemütlichen EckeWas wäre Berlin ohne seine Ecken? Und welche Ecke wäre schon eine Ecke, wenn sie nicht in Berlin ist? Es gibt sogar den Fachausdruck “Berliner Ecke”: so heißt die Verbindung von rechtwinklig zueinander gebauten Gebäuden durch eine abgeschrägte oder runde und mit dekorativen Elementen versehene Ecke. Legendär ist für die an historischen Originalen so reiche Stadt der „Eckensteher Nante“. Es gab ihn wirklich: Ferdinand Strumpf, geboren 1803, ein Dienstmann, der an einer Ecke auf Arbeit wartete und die Ereignisse auf der Straße humorvoll kommentierte. Später wurde sein Leben auch literarisch und musikalisch verarbeitet. Weiterlesen