Kategorie: Lokalgeschichte

Ein Gedenkstein wird kommentiert

Gedenkstein WiesenstrBeim ersten Treffen der Initiative Kommentierung des Gedenksteins der Kösliner Straße  haben sich die Teilnehmer auf einen simplen und gleichzeitig praktischen Vorschlag geeinigt: Es soll ein Schaukasten aufgestellt werden. Weiterlesen

Weddinger Stolpersteine

11In Berlin gibt es sie an jeder Ecke, auch im Wedding sind einige von Ihnen zu sehen. Die Stolpersteine sind ein Projekt des Berliner Künstlers Gunter Demnig. Sie erinnern an das Schicksal der Menschen, die während des Nationalsozialismus ermordet wurden. Sie werden vor den Hauseingängen der letzten frei gewählten Aufenthaltsorte verlegt. In Deutschland sind es mittlerweile über 50.000 Steine, bei uns im Wedding um die 70. So erinnert z.B. ein Stolperstein in der Turiner Straße an das Schicksal von Evelyne Alexander, die am 4. März 1943 im Alter von nur sechs Jahren gemeinsam mit Ihren Eltern vom Wedding ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und später ermordet wurde.

Die Stolpersteine sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt. In jedem Berliner Bezirk gibt es zumeist ehrenamtlich getragene Initiativen, die den großen organisatorischen Aufwand bis zu einer erfolgreichen Verlegung von Stolpersteinen in Berlin bewältigen. Sie sind zum Teil angegliedert an Bezirksmuseen, örtliche Kirchengemeinden oder haben sich als Interessengemeinschaft in ihrer jeweiligen Nachbarschaft zusammengefunden.

Am Freitag, den 20. März findet eine Berlinweite Frühlingsputzaktion statt, wo die Stolpersteine poliert werden sollen. Auch im Wedding kann man sich beteiligen: Die Grünen in Mitte und Bundestagsabgeordneter Özcan Mutlu machen eine Putzaktion im Kiez. Treffpunkt: 15:30 Uhr in der Liebenwalder Straße 16.

Die Gleim-Oase als zeitgeschichtliches Kunstwerk

Damit ein Denkmal als historisch wertvoll in der Öffentlichkeit angesehen wird, braucht es nicht unbedingt die Eintragung in die Denkmalliste. Zum einen sind die Kriterien hier sehr hoch angelegt, zum anderen ist auch der Denkmalbegriff selbst ständig im Wandel. Vieles, was in den 1960/70er-Jahren noch abgerissen worden wäre, gilt heute als schützenswert. So gibt es viele Denkmale, die von Privatpersonen als Zeugnisse der Geschichte instandgesetzt und erhalten werden, die unterhalb der von Landesdenkmal gesetzten Schwellen liege. Dazu gehört im Wedding z.B. die Mittelinsel auf der Gleimstraße, die Gleim-Oase genannt wird. Weiterlesen