Kategorie: Lokalgeschichte

Um die Weddinger Ecke gedacht

Zur gemütlichen EckeWas wäre Berlin ohne seine Ecken? Und welche Ecke wäre schon eine Ecke, wenn sie nicht in Berlin ist? Es gibt sogar den Fachausdruck “Berliner Ecke”: so heißt die Verbindung von rechtwinklig zueinander gebauten Gebäuden durch eine abgeschrägte oder runde und mit dekorativen Elementen versehene Ecke. Legendär ist für die an historischen Originalen so reiche Stadt der „Eckensteher Nante“. Es gab ihn wirklich: Ferdinand Strumpf, geboren 1803, ein Dienstmann, der an einer Ecke auf Arbeit wartete und die Ereignisse auf der Straße humorvoll kommentierte. Später wurde sein Leben auch literarisch und musikalisch verarbeitet. Weiterlesen

Drei Freibäder im Wedding – aus drei Bauepochen

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Foto: Dominique Hensel

Der Wedding ist mit seinen drei Freibädern in einer Entfernung von maximal zwei Kilometern vom Leopoldplatz nicht nur gut ausgestattet. Wer sich dort umschaut, lernt auch noch Interessantes über die Weddinger Geschichte. Weiterlesen

Bahnhöfe im Wedding: Bornholmer Straße

S Bhf Bornholmer S-BahnEin eigenartiges Schauspiel unter der Bösebrücke. Zwei rot-gelbe S-Bahnen fahren nebeneinander, nur für ein paar Sekunden, so dicht, dass sich die Fahrgäste zuwinken könnten, doch trennt eine Betonmauer sie voneinander. Alle anderthalb Minuten wird bei der einen Bahn die Türschließung betätigt, und etwas zu schnell für die enge Kurve fährt sie auch. Die andere hingegen fährt am Bahnsteig ohne Halt vorbei. Die Züge nehmen unterschiedliche Richtungen, eine verschwindet im Ostteil, die andere im Westteil Berlins. Die Episode zeigt: unter all den Absurditäten, die die Teilung der Stadt ab 1961 mit sich brachte, nahm der Bahnhof Bornholmer Straße eine herausragende Stellung ein.
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Zur Geschichte des Freiluftkinos Rehberge

Wo sich heute die Freilichtbühne Rehberge befindet, waren einst Sümpfe. Zur deren Trockenlegung waren um 1848 Notstandsarbeiter, die „Rehberger”, eingesetzt. Sie sollen bei Schnaps und Bier nur zur eigenen Belustigung geschaufelt haben und hätten ihre Arbeit vollends liegen gelassen, um sich an den damaligen revolutionären Ereignissen zu beteiligen. Auch der zweite Versuch im Jahre 1926, mit Notstandsarbeitern das unfruchtbare Dünenland zu kultivieren, war von Arbeitsverweigerungen und handfesten Auseinandersetzungen geprägt, damals wurden die geringe Entlohnung und der „Sauton“ der Vorarbeiter beklagt.

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Führung am 14. Juni: Ökologie und Geschichte entlang der Panke

Panke GesundbrunnenDie Panke ist das nächste Naherholungsgebiet im Soldiner Kiez. Sie lädt uns ein zu Spaziergängen entlang ihrer grünen Ufer. Welche Tiere gibt es in der Panke? Was können wir gegen die Verschmutzung der Panke tun? Macht eine Renaturierung der Panke Sinn? Diese und andere Fragen rund um den Lebensraum Panke wird Tilo Kempfer von panke info e.V. vor Ort beantworten.

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