Kategorie: Lokalgeschichte

Die Weddinger Spuren des Architekten Jean Krämer

"Jean Krämer - Architekt. Und das Atelier von Peter Behrens." - Grafik: Verlagshaus Römerweg.

„Jean Krämer – Architekt. Und das Atelier von Peter Behrens.“ – Grafik: Verlagshaus Römerweg.

Das Cover zeigt die Uferhallen. Jean Krämer hat sie von 1926 bis 1931 als Straßenbahnbetriebshof entworfen und gebaut. Krämer (1886 – 1943) war ein Architekt, der heute fast vergessen ist. Das Buch“Jean Krämer – Architekt. Und das Atelier von Peter Behrens“ dokumentiert nun das Werkt des Baumeister, der viele Spuren in Berlin hinterlassen hat – wichtige davon im Wedding. Der Band ist aber noch mehr als ein vollständiges Werksverzeichnis. Den Autoren ist es gelungen, dass Inge Fernando, die Tochter Krämers, ihre Erinnerungen an ihren Vater aufschreibt. Am Rande weist das Buch darauf hin, dass es Krämer war, der die erste Berliner Ampel – am Potsdamer Platz – entworfen hat (heute steht dort eine Nachbildung der historischen Ampel). Weiterlesen

Als die „Plumpe“ noch Nabel der Fußballwelt war

Blau-weiße Wunder von Michael Jahn im Verlag Die Werkstatt.

Blau-weiße Wunder von Michael Jahn im Verlag Die Werkstatt.

Herzlichen Glückwunsch Hertha BSC. Heute wird der Verein 124 Jahre alt. Zu Opas Zeiten, als Hertha noch Deutscher Meister wurde, fanden viele Saison-Spiele in der „Plumpe“ statt –  einem Stadion in der Behmstraße. Michael Jahn hat in seinem Buch „Blau-weiße Wunder. Die Geschichte von Hertha BSC“ auch einige Kapitel über die Anfänge der Hertha im Gesundbrunnen geschrieben. Ein Blick zurück auf Herthas Kinderjahre.

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Berliner Unterwelten e.V. rettet DDR-Grenzturm

Grenzbeobachtungsturm auf dem Übungsgelände Havelberg. Foto Dirk Mundry.

Grenzbeobachtungsturm auf dem Übungsgelände Havelberg. Foto Dirk Mundry.

Da klingt Stolz mit, wenn die Berliner Unterwelten (Hauptsitz am Bahnhof Gesundbrunnen) schreiben: „Dank der Aufmerksamkeit unseres Vereinsmitgliedes Dirk Mundry kann ein Original-Beobachtungsturm BT6, ein Turm wie er in den 1970er Jahren auch an der Bernauer Straße als Teil der Berliner Mauer stand, nach Berlin gebracht und dem Dokumentationszentrum Berliner Mauer zur Verfügung gestellt werden.“ Dirk Mundry selbst sagt auf Anfrage des Weddingweisers: „Ich habe beruflich und privat immer noch mit der Bundeswehr zu tun und kenne den Turm nun schon seit 27 Jahren.“ Der Turm wird zunächst in einem Lapidarium gesichert. Derzeit ist er nur für die Fachwelt zugänglich. Ab 2017 soll der Turm als Teil des Mauermuseums auf dem Mauerstreifen aufgerichtet werden.
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Ist der Gesundbrunnen mehr als eine Fußnote der Geschichte?

Statt Gesundbrunnen heißt es Luisenbrunnen auf einer Karte aus dem Jahr 1842. Gemeinfrei

Statt Gesundbrunnen heißt es Luisenbrunnen auf einer Karte aus dem Jahr 1842. Gemeinfrei

Das nennt man einen Treppenwitz der Geschichte. 1251 befand sich das Dorf Weddinghe nahe einer Mühle an der Panke – ein Fleck, der auf dem heutigen Gebiet Gesundbrunnens liegt. Das besagt ein alter Kaufvertrag aus dem Mittelalter. Die Mühle und das Dorf lag vermutlich in Höhe des Amtsgerichts Weddings, wie www.panke-guide.de schreibt. Es folgte ein halbes Jahrtausend wechselvoller Weddinger Geschichte – bis der Name Gesundbrunnen erstmalig auftauchte. Für eine kurze Zeit gab es dann tatsächlich ein eigenständige Geschichte Gesundbrunnens, bevor sie im Lauf der Zeit wieder versiegte.

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Die Flaktürme

flaktürme10Michael Foedrowitz ist Autor des Buches „Die Flaktürme. Berlin, Hamburg, Wien“. Er hat für sein Buch sehr viele Fotos zusammengetragen, 449 davon wählte er für den Druck aus. Darunter sind einige seltene Farbaufnahmen. Im April diesen Jahres ist es in der Edition Berliner Unterwelten erschienen. 30 Euro kostet das etwa A4 große, broschürte Buch. Es beantwortet alle Detailfragen zum Hochbunker im Humboldthain und erweckt auch die damalige Zeit zum Leben. Weiterlesen

Gleisanschluss mit der Welt

Große Leere: der Bahnhof GesundbrunnenSeit zehn Jahren ist der Wedding dank des Fernbahnkonzepts für Berlin besser mit dem Rest der Welt verbunden – zumindest wenn es um Regional- oder Fernzugverbindungen geht. Mit der teilweise unterirdisch geführten Nord-Süd-Fernbahn, die 2006 eröffnet wurde, wurde das bereits 1992 beschlossene „Pilzkonzept“ der Deutschen Bahn mit Leben erfüllt. Bis dahin hatten Fernzüge in der Innenstadt nur am Bahnhof Zoologischer Garten und am Ostbahnhof gehalten. Im Mai 2006 wurden dann auf einen Schlag drei neue Fernbahnhöfe in Berlin in Betrieb genommen: Gesundbrunnen, Südkreuz und – als Prunkstück der neue gläserne Hauptbahnhof (an der Stelle des ehemaligen Lehrter Stadtbahnhofs), wo jeder Fernzug hält.

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Alles Gute Törtchen! 100 Jahre Gartenstadt Atlantic

Haus in der Gartenstadt Atlantic. Foto: Sulamith Sallmann

Haus in der Gartenstadt Atlantic.

Am 23. Juni wird in der Gartenstadt Atlantic ein Mieterfest gefeiert. Der Grund ist aber nicht nur für Mieter interessant. Gefeiert wird ein runder Geburtstag: Die tortenstückförmige Siedlung ist 100 Jahre alt.

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