Kategorie: Kolumne

Milieuschutzgebiete: Der Wedding soll erhalten bleiben

Erhaltungsgebiete Wedding

(c) BA Mitte

Alle haben es längst gewusst: bevor der Wedding kommt, wird er einfach verdrängt. Aufgehübscht, totsaniert und am Ende kommt die Ferienwohnung. Diese angstvolle Verheißung wurde ein Jahr nach der ersten Grobanalyse nun durch eine bezirksweite Analyse des Stadtraumes noch einmal bestätigt. Jetzt soll durch drei Erhaltungsgebiete die “typische Berliner Mischung” auch bei uns im Wedding erhalten werden. Während andere noch über die Wirkung solcher Maßnahmen diskutieren, bleibt man in der Genter Straße 33 bis 45 scheinbar ganz entspannt.

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Was kommt nach den Spielhallen?

2016 wird sich das Stadtbild in vielen Teilen Berlins spürbar ändern. Denn am 31. Juli 2016 erlöschen die Konzessionen für die Spielhallen in der Stadt. Und das Berliner Spielhallengesetz, das im Mai 2011 in Kraft trat, sieht für neue Betriebserlaubnisse wesentlich schärfere Regeln vor. So wird nur noch maximal eine Spielhalle mit höchstens acht Geldspielautomaten pro Gebäude erlaubt sein. Viele der großen Casinos, die bislang mit Mehrfachkonzessionen mehrere Spielhallen nebeneinander betreiben, müssen also schließen. Darüber hinaus soll künftig ein Mindestabstand von 500 Metern bis zur nächsten Spielhalle gelten – und auch zu Schulen, Kindergärten und Jugendeinrichtungen.

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Café Leo bleibt – vorerst

Bänke auf dem LeopoldplatzDas Café Leo bleibt mindestens bis Ende Mai an seinem Standort auf der Grünanlage neben dem Marktplatz am vorderen Leopoldplatz. In der Zwischenzeit wird aller Voraussicht nach ein neues Interessenbekundungsverfahren ausgeschrieben, um den künftigen Betreiber zu ermitteln. Der soll dann eine »mittelfristige« Ausnahmegenehmigung über mehrere Jahre zum Betrieb des Kiosks erhalten.

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Kleine grüne Oasen

(c) Grüne Liga

(c) Grüne Liga

Baumscheiben-Bepflanzer der Türkenstraße geehrt

Als unlängst die Gewinner des von der Grünen Liga initiierten Wettbewerbs „Urbane Paradiese – unsere grünen Stadträume“ prämiert wurden, durften sich in der Kategorie Straßenraum Alfa Conradt und ihre Mitstreiter in der Türkenstraße über den ersten Platz und Gutscheine im Werte von 500 Euro freuen. „Säuberung, Bepflanzung und Neugestaltung des Straßenraums in der Türkenstraße sind ein Beispiel dafür, wie eine Einzelperson durch bürgerliches Engagement andere motivieren kann“, heißt es in der Begründung der Jury. Mit der Bepflanzung der Baumscheibe vor seinem Haus habe der „Motivator“ seit 2013 viele Anwohner und eine Kita mit seiner Verschönerungsidee angesteckt, heißt es dort weiter.

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Kolumne: Ungesunde Mischung

Warum Neubau keinen Jubel auslöst

Jetzt geht‘s also richtig los! Die landeseigene Wohnungsgesellschaft Gesobau errichtet an der Uferstraße und der Bornemannstraße 180 Wohnungen. Das wäre angesichts des angespannten Wohnungsmarktes auch im Wedding eigentlich ein Grund zur Freude. Immerhin verspricht die Gesobau, dass ein Drittel ihrer Neubauwohnungen durch die Wohnungsförderung des Landes Berlin für durchschnittlich 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden sollen.

Doch so richtig will sich Jubel nicht einstellen.

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Kolumne: Atze mal wieder vor dem Aus

Atze MusiktheaterNun ist der geneigte Weddinger noch immer ein wenig stolz darauf, dass die anderswo gepflegte staatlich alimentierte Hochkultur hier bislang nur kleine Kringel, aber sonst einen ziemlich Bogen ums Areal schlägt. Das mag gentrifizierungstechnisch von Vorteil sein, verursacht dabei aber um so mehr Wellenschlag, wenn selbst das Wenige an subventionierter Kunst und Kultur den Bach runter geht. So wie beim Musiktheater Atze.

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Wie geht es weiter mit der Weddinger Kinderfarm?

Weddinger KinderfarmBereits am 3. September 2015 hat der Jugendhilfeausschuss entschieden: Es geht weiter für den so genannten Minitierpark auf der Luxemburger Straße und zwar mit einem neuen Träger. Als Sieger nebst drei weiteren Bewerbern ging der Verein “Kunterbunter Bauernhof Wedding” hervor. Das wird besonders die zwei jüngsten Zugänge der Kinderfarm erfreuen. Erst im Juni bezogen die beiden Ferkel Peggy und Mini ihr neues Quartier im Sprengelkiez. Ist mit der Entscheidung des Jugendhilfeausschusses der Betrieb der Kinderfarm aber wirklich gesichert? Oder müssen sich nicht nur die beiden Ferkel Sorgen um die Zukunft machen?

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