Kategorie: Grüner Wedding

Die Gleim-Oase als zeitgeschichtliches Kunstwerk

Damit ein Denkmal als historisch wertvoll in der Öffentlichkeit angesehen wird, braucht es nicht unbedingt die Eintragung in die Denkmalliste. Zum einen sind die Kriterien hier sehr hoch angelegt, zum anderen ist auch der Denkmalbegriff selbst ständig im Wandel. Vieles, was in den 1960/70er-Jahren noch abgerissen worden wäre, gilt heute als schützenswert. So gibt es viele Denkmale, die von Privatpersonen als Zeugnisse der Geschichte instandgesetzt und erhalten werden, die unterhalb der von Landesdenkmal gesetzten Schwellen liege. Dazu gehört im Wedding z.B. die Mittelinsel auf der Gleimstraße, die Gleim-Oase genannt wird. Weiterlesen

Die Panke entlang (Teil 2)

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Gedenkstein WiesenstrIm ersten Teil sind wir schon von der Mündung der Panke am Nordhafen bis zur Pankstraße entlanggewandert – durch eine Art Niemandsland, zwischen Wohnhauszeilen und alten Fabrikgebäuden. Jetzt geht es weiter durch Gesundbrunnen bis fast zum Bürgerpark Pankow.

Wir starten an der Pankstraße 83. Idyllisch fließt hier die kanalisierte Panke zwischen den Brücken der Pankstraße und der Wiesenstraße, entlang begrünter Hinterhöfe und Wohnhäuser der 1950er Jahre. Der erste nachweisbare Siedlungskern des Wedding, ein landwirtschaftliches Gut im Besitz der Stadt Berlin und später des Kurfürsten, erstreckte sich genau hier ab dem 13. Jahrhundert. Die letzten Gebäude des Weddinghofes verschwanden erst während des Mietskasernenbaus der Gründerzeit. Genauso schwer ist heute vorstellbar, dass am 1. Mai 1929 in der Kösliner Straße, die sich hinter den Neubauten befindet, Straßenschlachten tobten, die mindestens 19 zivile Todesopfer forderten. Dieses Gebiet war eine kommunistische Hochburg, die den Beinamen des Bezirks “Roter Wedding” prägte. Nur ein Findlings-Gedenkstein an der Wiesenstraßenbrücke erinnert heute noch daran – die einst so stadtbildprägenden Mietskasernen sind hier jedenfalls verschwunden. Weiterlesen

Die Gleim-Oase kommt ins Rathaus – mit einer Ausstellung

f22e7c9473Die Gleim-Oase steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung in der Berolina Galerie im Rathaus Mitte. „Die Gleim-Oase- Kunstwerk und Stadtnatur – Einzigartige Insel im Schatten der ehemaligen Mauer“ heißt die Schau, die am 4. März um 14 Uhr eröffnet wird. Bis zum 24. April ist sie in der Karl-Marx-Allee 31 zu sehen. Und auch auf der Oase selbst wird in den kommenden Wochen etwas Besonderes zu sehen sein …

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