Die Vertreibung in das Paradies

Ein erschreckendes Protokoll vom heutigen Frühstückstisch:

„Ich halte das nicht mehr aus.“
„Was?“
„Ach, alles hier, vor allem diese ganzen Dönerläden und 1-Euro-Shops.“
„Aber du magst doch auch Döner.“
„Ich mag aber auch andere Sachen, aus dem Bioladen zum Beispiel. Du hast vor Jahren gesagt, hier gäbe es bestimmt auch bald ganz viele Bioläden. Und wo sind sie?“
„Bioläden braucht doch kein Mensch.“
„Du könntest dich auch mal etwas gesünder ernähren.“
„Aber das hat doch nichts mit dem Wedding zu tun, was hast du denn gegen den Wedding?“
„Ach gar nichts“, ihre Augen verengen sich zu schmalen Schlitzen, „nichts Wirkungsvolles! Komm, wir ziehen wieder weg.“
„Aber wohin denn?“
„Dorthin, wo es schöner ist als hier. Also fast egal, wohin.“
„Ela? Ich bin Wedding-Blogger, ich muss meinen Wedding-Roman schreiben, der Wedding ist mein Thema. Wie soll ich denn da wegziehen?“
„Das wirst du schon sehen.“
„Das kann doch nicht ihr Ernst sein“, dachte ich, aber ihr ist es ernst. Es ist ernst. Ich brauche Argumente.

Marc Dickes Blogeinträge „zwischen Tanke und Panke“ sind ab jetzt hier im Weddingweiser zu lesen. Ob er wirklich aus dem Wedding wegziehen muss, wird ab 19.10. auf der Bühne des Mastul enthüllt.

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