Geschichten aus dem Wedding: Hohlräume

jasner_screenDer Parkplatz zwischen Drontheimer und Tromsöer Straße an einem Sonntag: vereinzelte Autos, kaum ein Mensch. Hinterm Einrichtungsmarkt, bei den Müllcontainern und Palettentürmen fahre ich Rollschuh, ziehe schnelle, enge Runden, den Blick auf den Asphalt geheftet, der an dieser Stelle, aber nur an dieser Stelle, warum auch immer, besonders fein strukturiert und glatt ist. Als ich stoppe, steht da ein Mann, wenige Schritte entfernt. Er hält zwei Metallstäbe. Knapp einen Meter lang, aus Kupfer, offenbar Schweißdrähte, an einem Ende um 90 Grad geknickt, wodurch eine Art Griff entsteht. Der Mensch baut sich auf, sammelt sich, guckt in eine unergründliche Ferne. In den Fäusten hält er die Drähte wie ein schussbereiter Pistolero zwei langläufige Knarren. In seine millimeterkurzen Haare hat jemand rechts und links einen Scheitel rasiert. Er atmet durch und läuft los, gemessenen Schrittes, als nähere er sich einem Gegner zum Duell. Am unteren Saum seiner Jeans, über den Absätzen, hopsen zwei rechteckige, knallrote Flicken hinterher – was vermutlich keine Bedeutung hat, doch sind sie zu auffällig, um sie nicht zu erwähnen.

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Die Kolumne: Nun auch noch das!

Pastis Innen 1Kurz vor der Grenze zum unwirtlichen Teil Reinickendorfs befindet sich ein kleines gallisches Dorf namens Centre Français. Mutig stemmt es sich im Norden des Wedding gegen die Trostlosigkeit der Müllerstraße und bemüht sich um Strahlkraft weit übers benachbarte Afrikanische Viertel hinaus. Weiterlesen

einFACHfürdich – Kreativladen für Handwerk mit Seele

Wo sonst, wenn nicht auf der Brunnenstrasse. Unter der Hausnummer 65 und in direkter Nachbarschaft zum Supermarkt hat vor wenigen Wochen mit “einFACHfürDich” ein neuer Kreativladen seine Pforten geöffnet. Der Traum der Gründerin: Allen Kreativen und Künstlern Platz für ihre Unikate und Kunstwerke geben.

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