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Bau Stück Wedding: eine Spielwiese für alle Einwohner

Bau Stück Musik 2Ein nicht-profitorientierter und ein nicht-elitärer Kulturort für den Wedding? Die Idee war zwar schon geboren, aber Kajetan Skurski hatte keine Ahnung, ob sie genügend Mitstreiter mobilisiert. „Ich wollte ausprobieren, ob jemand kommt, ob sich überhaupt jemand dafür interessiert und ob der Ort funktioniert.“ Er funktioniert. Nach der Generalprobe am 9. August mit 200 Mithelferinnen und Mithelfern können der 23-jährige Wahl-Weddinger und sein Projektteam hochzufrieden sein.

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Die Kolumne: Noch ‘ne Überraschung

Foto: Bau Stück

Foto: Bau Stück

Vor ein paar Wochen erfuhr ich von der Initiative namens Bau Stück Wedding (http://weddingweiser.wordpress.com/2014/06/13/bau-stuck-wedding-stadt-selber-machen/). Die Idee zu diesem Kunst- und Kulturprojekt hatte der Wahlweddinger Kajetan Skurski. Den es ziemlich überrascht hat, wie schnell er engagierte Mitstreiter fand, die mit ihm an dem Begegnungszentrum für Kreative und Nachbarn planen und organisieren. Inzwischen interessiert sich nicht nur die Rektorin der Beuth Hochschule für das Projekt. Die Conrad Stiftung sicherte finanzielle Unterstützung zu, der Bezirk wird wohl den ehemaligen Spielplatz auf dem Mettmannplatz als Ort des Geschehens genehmigen. Jetzt kommt es nur noch auf die Weddinger an. Denn die dürfen und sollen sich bei http://www.startnext.de/bau-stueck registrieren und Bau Stück Wedding ideell und finanziell unterstützen. Mal sehen, ob Kajetan Skurski noch einmal zu überraschen ist…

Autor: Ulf Teichert

Termin

Am Samstag, den 9. August ab 15.00 Uhr gibt es die Gelegenheit, die Generalprobe von Bau Stück und die Initiatoren kennenzulernen

Ort: Mettmannplatz, an der Tegeler Straße

Alle Infos https://www.facebook.com/baustueckwedding

Die Kolumne erscheint jeden Samstag im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

Die kleene Weddingerin und das Virchow-Klinikum

Informationsabend für werdende Eltern

Virchow bei Tag

Jeden ersten Dienstag bei Sonnenuntergang. 19:00h. Informationsabend im Virchow-Klinikum. Pavillon Mittelallee 10. Für werdende Eltern. Mit Kreißsaalbesichtigung. Intern favorisiere man seit Neuestem eine andere Bezeichnung. Geburtssaal. Das sei passender, heißt es. Chefarzt, Stationsleitung, Hebammen. Ein in die Jahre gekommener Laptop unbekannter Marke übernimmt das Programm. Im Publikum eine schwangere Frau. Ohne Partner und völlig allein. Nein, die Arme. Wie schlimm. Und siehe, auch das überhebliche Mitleid der Komparsen aller Sitzreihen hinter ihr hatte sich eingefunden. Man zeigt natürlich nicht mit Fingern. Beispiel-Eltern in spe. Man übt sich als Vorbild. Tuschelt. Das Ensemble also, es scheint komplett. Hörsaal 6 bis auf den letzten Platz gefüllt. Ich blätter’ durch’s Programm. Es geht los. Erster Aufzug. Erster Satz.

Prof.Dr.med. Stationsarzt versichert, 90% der Väter seien bei der Geburt des Nachwuchses präsent. Im Kreißsaal. Den Geburtssaal meint er bestimmt. Im Wunderland. Uns aber erschien das immer unpassend. Denn wir sind die Anderen. Die Aussätzigen. Zehn Prozent. Ich blättere weiter, warte auf die Getränkekarte. Unauffällig. Seitdem wir wussten, dass wir das Freilos für die Arena des Elternseins gezogen hatten, wussten wir auch, diese wundersame Welt sollte nicht unnötig mit geburtlichen Details belastet sein. Mythisch und aufregend sollte sie bleiben. Welch guter Plan. In der Theorie. “Ein Sonntagskind” war in dieser Theorie nicht vorgesehen. Wir entscheiden bewusst für eine moderne Klinik. Mit Neonatologie. Darüber hinaus in der Nachbarschaft gelegen. Schaut man an diesem Abend durch die Reihen, ein Großteil der Hörerschaft scheint aus umliegenden Bezirken. Ansonsten müsste man annehmen, der Wedding sei bereits angekommen, in der schönen neuen Soja-Latte-Welt.

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