Getagged: Soldiner Kiez

Lies mal! Wie Schüler Bücher lieben lernen

lesepaten2Es ist Dienstag, viertel vor neun. Dorothea Peichl drückt die Klingel am Tor. „Sekretariat Carl-Krämer-Schule“, schallt es aus der Gegensprechanlage. „Peichl, ich bin zum Vorlesen hier.“ Mit dem Surren öffnet sie die Tür, geht über den Hof und erreicht nach ein paar Treppen den Klassenraum. Die Frührentnerin wird sofort von einigen Kindern umringt, mit fünf Kindern, ausgesucht von der Klassenlehrerin, wird sie heute zwei Stunden Lesen und auch etwas Schreiben üben.

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Die Flüchtlinge sind im Soldiner Kiez willkommen

Der Unterstützerkreis „Wedding hilft“ traf sich erstmals in der NachbarschaftsEtage in der Osloer Straße. Ruth Ditschkowski (rechts) hatte dazu eingeladen.

Der Unterstützerkreis „Wedding hilft“ traf sich erstmals in der NachbarschaftsEtage in der Osloer Straße. Ruth Ditschkowski (rechts) hatte dazu eingeladen.

Wie ein Dornröschenschloss kommt die ehemalige Gebrüder-Grimm-Schule an der Gotenburger Straße daher. Seit sie Mitte September zu einem Refugium für Flüchtlinge umgebaut wurde, lebt das zuvor leer stehende Gebäude wieder auf. Viele der Familien waren gezwungen, die Heimat zu verlassen und mussten aus Kriegs- und Krisengebieten wie Syrien oder Pakistan fliehen. Nach traumatischen Monaten wissen sie sich nun in Sicherheit. Mit Sach- und Kleiderspenden benachbarter Schulen und Kindergärten wurden sie von den Anwohnern empfangen. Ein Unterstützerkreis ist dabei, sich zu formieren.

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Ein Spaziergang durch Gesundbrunnen

St Paul BadstraßeUnser Rundgang beginnt an der Badstraßenbrücke über die Panke. Wir biegen in die Badstraße ein, wo es auf dem Abschnitt bis zur Pankstraße noch eine geschlossene gründerzeitliche Bebauung mit reich verzierten Wohnhäusern gibt (z.B. Vorderhaus des Marienbads Badstraße 35-36; aus dem Jahr 1904/05 mit einer Hermes-Skulptur über einem Bogen). Ein stilprägender Kirchenbau ziert die Ecke Badstraße/Pankstraße. Die St.Pauls-Kirche von 1835 wurde als eine von vier Nordberliner Kirchen durch Karl Friedrich Schinkel geplant. Der klassizistisch-nüchterne Hallenbau wurde erst 1889/90 um einen Glockenturm und 1910/11 durch ein Gemeindehaus ergänzt. Da die Kirche im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt war, wurde sie äußerlich originalgetreu, innen aber von 1952-57 im zeitgenössischen Stil wieder aufgebaut (Architekt H.Wolff-Grohmann). Dieser steht als Zeugnis der Architektur der 1950er Jahre selbst unter Denkmalschutz. Weiterlesen