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Die Kolumne: Frei laufende Bio-Schweine

(C) H.L. Linsmaier

(C) H.L. Linsmaier

Ferienaktion im Labyrinth Kindermuseum

Manchmal frage ich mich, wohin das alles führen soll: Jetzt werden sogar schon unsere Kleinsten gezwungen, sich zu Selbstversorgern zu entwickeln. Kräuter säen, Tomaten pflanzen, Erdbeeren ernten. Vom 14. Juli an wird der Innenhof des Labyrinth Kindermuseums in der Osloer Straße zur Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Stadtkinder lernen, dass es Früchte gibt, die gegessen werden können, dass die Natur ein Ort ist, an dem sich Jungen und Mädchen durchaus wohlfühlen können. Wohin das führt? Irgendwann werden die Burger Kings und McDonald’s dieser Welt dicht machen, weil deren Essen keiner mehr will. Irgendwann werden Computerspielehersteller auf Gärtner umschulen, weil keiner mehr am Computer spielen mag. Und irgendwann wird unsere sauber asphaltierte Stadt überschwemmt sein mit Himmels- und anderen Beeten. Und Biker ärgern sich nicht mehr über unaufmerksame Autofahrer, sondern über frei laufende Bio-Schweine

Autor: Ulf Teichert

Sommerferienprogramm im Labyrinth Kindermuseum 14.7.-24.8.14

 

Die Kolumne: Frische Ideen für die Stadt – aus dem Kindermuseum!

Labyrinth1

Foto: Andrei Schnell

Jetzt bin ich aber mal gespannt! Seit 13. April ist das Labyrinth Kindermuseum in der Osloer Straße Ort der Erlebnisausstellung “Platz da! Kinder machen Stadt“. Was nichts anderes heißt, als dass Mädchen und Jungen in die Rollen von Stadtplanern, Baumeistern und Architekten schlüpfen und, so heißt es, frische Perspektiven und kreative Ideen für ihr Lebensumfeld und die Stadt entwickeln. Mal abgesehen davon, dass ich mit Attributen wie frisch und kreativ alles verbinde, nur nicht die aktuelle Berliner Stadtplanung, erhoffe ich mir schon deswegen viel Zulauf für das Kindermuseum. Vor allem von Menschen wie Stadtbaudirektorin Regula Lüscher oder den einen oder anderen “großen” Architekten und Stadtplaner. Von denen offensichtlich viele den kindlichen und auch deswegen frischen Blick auf ihre Stadt verloren haben. Und vielleicht findet sich unter den Jungtalenten ja eines, das eine zündende Idee für den neuen Berliner Flughafen hat. Das wäre doch zum Abheben…

Autor: Ulf Teichert

“Soldiner”: Selbstbewusst wie der Kiez

In den anderthalb Jahrzehnten, in denen es im Gebiet zwischen der Osloer Straße und der Nordbahn ein Quartiersmanagement (QM) gibt, hat sich im zuvor nur als „Problemzone“ bekannten Kiez so etwas wie eine eigene Identität herausgebildet. Das QM hat sich um die Jahrtausendwende nach der beide Pankeufer verbindenden Soldiner Straße benannt, und inzwischen ist das überschaubare Gebiet am Nordrand von Berlin-Gesundbrunnen als „Soldiner Kiez“ bekannt.

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