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Diner en blanc: Die weiße Nacht im Wedding

Seit 1988 wird in Paris jedes Jahr das gleiche Ritual abgehalten: Privatpersonen ziehen sich ganz in Weiß an, packen ein dreigängiges Menü, einen Tisch und einen Stuhl ein und treffen sich an einem bis zuletzt geheim gehaltenen Ort zu einem spontanen Picknick.

Dem Wedding Glanz verleihen

Quelle: Diner en blanc Karlsruhe

Quelle: Diner en blanc Karlsruhe 2013

Seit 2010 gibt es diese stimmungsvolle, nicht kommerzielle Aktion auch in deutschen Städten. Und heute abend verwandelt sich das Fontänenfeld auf dem Leopoldplatz ebenfalls in eine lange Tafel mit weiß gekleideten Teilnehmern! Ab 20 Uhr ist jeder eingeladen, wenn er denn von Kopf bis Fuß in weißes Tuch gehüllt ist, am gemeinsamen Picknick teilzunehmen. “Tische, Stühle, weiße Tischdecken, edelstes Geschirr und Besteck, Aschenbecher, weiße Kerzen, weiße Blumen, Wunderkerzen für den Abschluss, Speisen und Getränke bringen die Teilnehmer wie zu einem großem Picknick alle selbst mit”, schreiben die Initiatoren auf ihrer Facebookseite. Ein wichtiger Hinweis folgt am Schluss: auch den Müll nehmen die Teilnehmer des “Diner en blanc” nach Abschluss des Picknicks wieder mit nach Hause….

Montag, 11. August 2014

Leopoldplatz

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Weddingketten bei der Perlerie Sauvage

Perlerie Sauvage – Schmuck einfach selber machen

Es ist heiß an diesem Freitag auf dem Biomarkt am Leopoldplatz, Kinder planschen im Wasser und die Erwachsenen ersuchen den Schatten unter den Bäumen. Zwischen Obst und Gemüseständen steht seit neuestem auch der Weddinger Jean-Denis mit seinem Stand “Perlerie Sauvage”. Schmuck basteln ist hier angesagt. Do it yourself.
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Leopolds Erfindung

Als ein an der Geschichte interessierter Mensch machte ich mich heute im Märkischen Museum auf die Suche nach Anknüpfungspunkten zum Wedding. Ja, ich wurde fündig und zwar im Keller, dort wo das Beil eines Schafrichters und allerlei historische Folterwerkzeuge wie z.B. Daumenschrauben versammelt sind. Neben mittelalterlichen „Lästersteinen“, die zänkischen Frauen mit Ketten um den Hals gehängt wurden oder den Schandmasken für Ehebrecher, findet unser „Leo“, nach dem der Leopoldplatz benannt ist, auch eine Erwähnung. Nun wissen wir, dass Leopold von Fürst von Anhalt-Dessau nicht im Mittelalter, sondern von 1676 bis 1747 lebte. Seine letzten Jahre fielen in eine Zeit, in der Friedrich der II. – auch Friedrich der Große genannt – den Preußischen Thron bestieg.
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