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Sprach- und Lesewoche im Wedding: Wörter, Texte und Autoren

Lesewoche_Gleimoase

Auch in diesem Jahr wird in der Gleim-Oase in der Gleimstraße wieder vorgelesen.

Diesen Herbst wird der Wedding wieder zur Lesebühne. Zum dritten Mal lädt die in Gründung befindliche Bürgerstiftung Wedding zu einer Woche der Sprache und des Lesens ein. Der Auftakt findet am 20. September um 20 Uhr im Centre Francais in der Müllerstraße mit Texten und Musik aus dem Wedding statt. Bis zum 27. September werden insgesamt 20 Veranstaltungen überall im Stadtteil stattfinden. Am 21. September laden die Weddingweiser-Autoren zu einer Lesung ein.

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Kameruner Straße Kiez

Kameruner Str.

Bantou Village, Kameruner Str.

Auf einigen Straßenkarten endet der Wedding mittendrin. Mitten im Leben, ich hab’s gesehen. Er endet mit der Seestraße. Nördlich genau genommen. Nördlich vom Brüsseler Kiez. Wer hat diese Karte bloß in Druck gegeben? Auch nördlich der Seestraße ist’s noch Wedding. Der kleine Streifen bis zur Transvaalstr. zum Beispiel. Hier ist’s noch nicht ganz das Afrikanische Viertel und dessen Gesicht, aber doch ganz der Wedding mittemang. Ein schöner Zwischenstopp für die Müllerstraße immerhin, bevor es weiter in Richtung Reinickendorf geht. Und wer einmal in Reinickendorf war, der kommt gern hierher zurück. Nicht wegen der Bowlingbahn, nicht wegen dem Kino, sondern der schönen Dinge wegen.

Der Wedding schläft

Wer das Leben sucht, der wird’s auch finden. Tagsüber, abends, nachts. Im Weddinger Norden. Die Kameruner Straße hat Potential hierfür. Der letzte Besuch im Weddingweiser schon über ein Jahr her. Zeit für ein Update. Die Kameruner Str. ein Zentrum in Randlage, besser: im Übergang. Manche meinen im Niemandsland. Im Dazwischen. Nicht das Café. Eine Meile mittemang. Zwischen Müller- und Togostr., zwischen Restaurant und Dönerpavillion, zwischen Späti und Coiffeur. Mindestens drei davon. Der Lieblings-Coiffeur von Massiv sei auch dabei. Der ist im Bild aber nicht zu sehen.

Marschrichtung Nord. Irgendwo zwischen Müller- und Afrikanische Str. Zwischenstop. Wer hier versucht, um 3:00h morgens Milch und/oder Bier zu kaufen, der wird merken, der Wedding ist nicht immer wach. Keine Stadt in der Stadt, die niemals schläft. Das liegt ihm nicht. Nur ausgesuchte Spätis sind zu später Stunde noch geöffnet. Nicht selten hab’ ich das Geld einem Schlafenden auf die Kasse gelegt. Nicht immer passend, muss ich gestehen, aber wer schläft, den weckt man nicht. Das hat meine Großmutter mich gelehrt.

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“Das Blaue Band” vereint gelungene Arbeiten

Bei der Eröffnungsveranstaltung der 16 Plakatwände des „Blauen Bands“ war ein kritischer Einwand zu hören. Es wurde gefragt: „Warum bekommen die Künstler kein Geld?“ Aber genau dieser Einwand könnte im übertragenen Sinne das Motto der Veranstaltung sein. Dass die StandortGemeinschaft Müllerstraße e.V. Kunstwerke auf Plakatwänden auf dem Mittelstreifen ihrer Einkaufsstraße präsentiert, ist eine gute und spannende Idee. Ein Ziel dieser Organisation ist es, die ortsansässigen Gewerbetreibenden zu fördern. Kulturschaffende betreiben eben auch ein Gewerbe – auch wenn viele von ihnen nicht gerne darüber sprechen – sie produzieren und vermarkten quasi die „Ware Kunst“ oder eben ihre „Kreativität“. Sie sind ein Teil dessen, was heute neudeutsch Kreativwirtschaft genannt wird.

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