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Wettsingen zwischen Wedding und Moabit

Torfstraßensteg über den Schiffahrtskanal

Torfstraßensteg über den Schiffahrtskanal

Wedding und Moabit – die beiden Ortsteile von Berlin-Mitte feiern zwar ein gemeinsames Kulturfestival, aber räumlich sind sie nur durch zwei Straßenbrücken und einen Fußgängersteg verbunden. Was liegt da näher, als genau auf der Verbindung zwischen Torfstraße/Nordufer und dem Friedrich-Krause-Ufer für die Eröffnung des Kulturfestivals Wedding Moabit den symbolischen Brückenschlag zu wagen? Am Donnerstag, den 11. September pünktlich um 19:00 Uhr gibt es einen musikalischen Auftakt des langen Kulturwochenendes in den beiden Ortsteilen. Nach Begrüßungsworten von Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke und Bezirksstadträtin Frau Sabine Weißler singen der Bonisanani Chor und Bulgarian Voices mit- und gegeneinder. Two Drummers verwandeln die verbindende Metallbrücke in ein überdimensionales Perkussionsinstrument. Auf das musikalische Experiment folgt das zeitgenössische Performance-Projekt „Knoten“ der persischen Künstlerin Maryam Motallebzadeh. An die 50 Menschen unterschiedlichster Herkunft wirken an einem Gesamtkunstwerk aus Bewegung, Schriftzeichen und Sprache mit.
Im Anschluss gibt es Livekonzerte und Musik in den fußläufigen Bars und Kneipen Deichgraf (Nordufer 10), Lindengarten (Nordufer 15), Studio plus (Fehmarner Str. 5).

WW Kulturfestival 2014Mehr Musik beim Kulturfestival gibt es bei den Moabiter Musiktagen, dem Panke-Parcours und an vielen anderen Orten.

Termin

Donnerstag 11. September

19.00 Uhr

Torfstraßensteg

“Yusuf” – ab sofort zu bewundern auf der Müllerstraße

 

Sabrina Pützers Bild "Yusuf" wurde ausgewählt

Sabrina Pützer (2. von links)

Seit ein paar Tagen sind sechzehn Plakatwände auf dem Mittelstreifen der Müllerstraße aufgestellt, die unter dem Motto “Mein Wedding” verschiedene Sichtweisen von Bewohnerinnen und Bewohnern des Ortsteils zeigen. Hanna Dobslaw, Vorsitzende der StandortGemeinschaft Müllerstraße, der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Dr. Christian Hanke sowie Carsten Spallek, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung eröffneten die Open-Air-Galerie am 11. Juni auf dem Platz vor dem Rathaus Wedding.

Sabrina Pützer, Organisatorin der DIORAMA-Veranstaltungsreihe, hat eines der Bilder gemalt, das im Original 100 x 160 cm groß ist. “Yusuf ist 5 Jahre alt und lebt seit 2 Jahren im Wedding, am Nauener Platz”, beschreibt die Künstlerin den porträtierten Jungen. “Hier kennen ihn alle, der Gemüsehändler, der Eisverkäufer und der Spätibesitzer. Yusuf ist mein Nachbar. Mittlerweile kommt er jeden Tag vorbei, nach der Kita. Spielt, verbreitet Chaos und erzählt die wildesten Geschichten von Löwen, Schlangen, Istanbul und kleinen Mäusen. In einem Mix aus deutsch, türkisch und kurdisch. Früher wollte er nie etwas bei mir essen. Seitdem es bei mir aber mal Melone gab, bleibt er nun auch immer nach dem Essen und würde am liebsten gar nicht mehr nach Hause gehen.”

Nun hat Yusuf die Ehre, für die nächsten paar Wochen eine Art Aushängeschild für den ganzen Wedding zu sein, zu bewundern auf der Müllerstraße…

 

 

 

Die Kolumne: Eine Sporthalle für’s Lessing-Gymnasium

Als unser Stadtbezirksoberhaupt am Jahresende eine Haushaltssperre verhängte, ist einigen Betroffenen sicherlich die Kinnlade runtergeklappt. Zum Beispiel den Schülern und Lehrern des Lessing-Gymnasiums, die so dringend auf eine Sporthalle und eine Cafeteria warten. Da aber besagter Dr. Christian Hanke zugleich auch für Finanzen im Bezirk zuständig ist, hat er noch mal ganz doll nachgedacht. Und seinem Stadtbezirksoberhaupt – also sich selbst – verraten, dass er noch ein paar Millionen gefunden hat, die es nun doch 2014 ausgeben darf. Transparenz sieht irgendwie anders aus…

Autor: Ulf Teichert

Die Kolumne erscheint jeden Samstag auch im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.