Getagged: Brunnenstraße

25 Jahre Mauerfall: Ein Mann und sein Ost-West-Café

25JahreMauerfallIch gehe nicht sehr oft ins Ost-West-Café. Aber ich fahre sehr gern oft daran vorbei. Seit das Café-Restaurant vor zwei Jahren an der Brunnenstraße, Ecke Bernauer Straße eröffnete, ist der Eingangsbereich das Brunnenviertels belebt. Das ist, grob zusammengefasst, der Verdienst des Ost-West-Cafés. An schönen Tagen sitzen an den Tischen auf dem Gehweg nun immer Menschen. Auch Innen ist es meist sehr gut gefüllt und abends knipst der Besitzer oft die neongrünen Leuchten an, damit noch mehr Passanten das Café bemerken. Das ist auch ein Effekt: Die Menschen auf der anderen Seite der Brunnenstraße, in Alt-Mitte, können die grellen Lichter sehen und denken jetzt vielleicht seltener, dass hinter der ehemaligen Mauer die Stadt irgendwie abgestorben oder total gefährlich ist. Denn hier ist jetzt ein Café, hier ist Licht, hier ist ganz normales Leben, obwohl hier Wedding ist.

Weiterlesen

Diese Suppen sind sozial

superSuppe

So einfach ist die Sache mit der Super Suppe.

Es geht um Suppe. Und es geht um Ideen. Und es geht auch um Geld. Grafik-Designerin Franziska Loh lädt am 12. Oktober zum Suppe-Essen in den Supermarkt in der Brunnenstraße 64 ein. Doch es ist besondere Suppe: Bewohner mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund kochen und schmecken ihre Suppen mit den Gewürzen ihrer Heimat ab. Wer zwischen 16 und 19 Uhr eine „Super Suppe“ probieren möchte, gibt dafür 3 Euro. Das Essensgeld fließt in Projekte, die Teilnehmer gehen satt und zufrieden nach Hause. So einfach ist die Idee der „Super Suppe“.

Weiterlesen

Die Kolumne: Heterogene Sehnsucht

Vom Tanzen und vom Pflanzen

Das Ufo ist längst wieder weg. Für ein paar Tage gastierte die Fashion Week in Wedding. Und siehe da: Unser Bezirk ist noch genauso reudig-liebenswert wie ehedem. Viel “gefährlicher” sind da solche auf Dauer angelegten Projekte wie die Uferstudios, die Osram-Höfe oder das Himmelbeet. Dort sind Menschen zugange, die es doch tatsächlich darauf anlegen, nicht nur sich selbst zu verwirklichen, sondern auch den Wedding ein bisschen besser und lebenswerter zu machen. Das Verrückte: Entgegen aller Vermutungen beweist die großartige Resonanz auf Tanztage, Fastenbrechen auf dem Leo, Designer auf der Brunnenstraße oder Tomatenpflanzen am Ruheplatz, dass es im heterogenen Wedding ganz offensichtlich eine gemeinsame Sehnsucht nach Veränderung gibt. Und immer mehr Menschen bereit sind, diese auch aktiv zu gestalten.

Autor: Ulf Teichert