Getagged: Bezirk

Neues Familienzentrum am Nauener Platz

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Cornelia Dette (r.) mit einigen Frauen in der Küche des Familienzentrums.

Am großen Tisch in der Cafeteria faltet eine Frau konzentriert an leuchtend gelben Papierbooten für eine Flüchtlings-Kampagne von Amnesty Interational. Eine zweite Frau kommt hinzu, überlegt nicht lange und macht mit. In einem kleinen Büroraum nebenan tippt ein Mann währenddessen in einen Computer, er arbeitet an der Internetseite des Hauses. In der Küche backen drei Frauen plaudernd und fröhlich lachend Kuchen. Die Leiterin des Familienzentrums am Nauener Platz, Cornelia Dette, hat heute Geburtstag, der duftende Kuchen ist für sie.

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Der “gefühlte Wedding”

Erkläre mal jemandem den Wedding. Den einzigen Berliner Ortsteil, der für seinen Eigennamen einen Artikel braucht. Und dann auch noch einen männlichen. Doch was vom Rest Berlins als “Ghetto” oder krimineller Armenbezirk abgetan wird, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ziemlich komplexes Gebilde.

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Kolumne: Zögern, retten und sparen

Musiktheater und HochschulgebäudeKindermusiktheater Atze hat Zukunft

Diese Woche soll endlich mal versöhnlich ausklingen. Wie jetzt aus der Beantwortung einer Großen Anfrage an die Genossen vom Bezirksamt Mitte zu erfahren war, sind in Sachen Atze Musiktheater alle Weichen in Richtung einer dauerhaften Zukunft gestellt worden. Zumindest aus Sicht unserer Bezirkverwaltung. Die hatte im vergangenen Jahr durch ein Gemisch aus Jammern und Drohen dafür gesorgt, dass im Haus an der Luxemburger Straße und bei all seinen großen und kleinen Fans die komplette Verunsicherung ausbrach, wie es denn nun mit Spiel und Spaß im ehemaligen Max-Beckmann-Saal weitergeht. Am Ende fanden sich dann doch noch ein paar Vernünftige in Bezirksamt und Senat, die die Bedeutung dieses Theaters für die Kulturlandschaft im Wedding, der ganzen Stadt und darüber hinaus erkannten. Jetzt steht fest, dass die Immobilie ab 1. Januar 2015 dem Land Berlin gehört, Atze dafür aber für Betriebskosten und Miete selbst auskommen muss. Dafür allerdings bekommen die Theaterleute vom Senat eine Spielstättenförderung in Höhe von 870.000 Euro. Das Allerschönste aber ist, dass der Bezirksetat durch diese Regelung ab 2015 wahrscheinlich um insgesamt 480.000 Euro entlastet wird. Was beweist: Klug regieren kann auf keinen Fall schaden.
Autor: Ulf Teichert
Die Kolumne erscheint ebenfalls jeden Samstag im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding