Getagged: Afrikanische Straße

Führung: Bruno Taut und Mies van der Rohe – Bauten im Wedding

Mies van der Rohe-Wohnbauten in der Afrikanischen Str.

Mies van der Rohe-Wohnbauten in der Afrikanischen Str.

Die erste Großsiedlung Bruno Tauts entstand im Wedding nördlich des Schillerparks. Den Park hatte Friedrich Bauer auf 25 Hektar Sandwüste, den Wurzelbergen, angelegt. Taut konzipierte für die Siedlung Schillerpark eine offene Blockrandbebauung mit großzügigen Innenhöfen. Die Siedlung ist inzwischen zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt worden.

Als Pionierbauten im Stil der Neuen Sachlichkeit gelten die Wohnkuben Ludwig Mies van der Rohes an der Afrikanischen Straße. Anregende Vergleiche bieten die gleichzeitigen Wohnbauten von Erich Glass an der Edinburger Straße, die 1935 entstandene Wohnsiedlung an der Müllerstraße und der Schulkomplex des Hochbauamts Wedding in der Guineastraße aus den fünfziger Jahren.

Diese bedeutsamen architektonischen Leistungen können Sie im Rahmen einer Stadtführung erleben. Die Kunsthistorikerin Dr. Gerhild Komander versteht es, auf unterhaltsame und zugleich anspruchsvolle Weise Zusammenhänge zu erläutern und Hintergründe zu beleuchten.

Hier erfahren Sie mehr über eine Stadtführung von Frau Dr. Komander durch das Afrikanische Viertel.

Termine:
Sonntag, den 26. Februar 2012, 12 Uhr
Sonntag, den 22. April, 12 Uhr
Treffpunkt: Müller- Ecke Schöningstraße
Kosten: 9,00 Euro pro Person

Anmelden können Sie sich telefonisch unter 0174 443 14 28 oder per E-Mail unter der Adresse post@gerhildkomander.de

Tipp: Eine Stadtführung namens “Die Panke und ihr Wasser”, Kostenbeitrag 5 €, findet am 17.3.12 statt (nur nach Voranmeldung):  http://panke.info/pages/veranstaltungskalender.php?monthno=3&year=2012

Keiner will die Kameruner Straße umbenennen

CDU-Plakat

CDU plakatiert falsches Bild

Eine Wahlkampfposse im Afrikanischen Viertel: die CDU Wedding bezieht Position zu den möglichen Umbenennungen von drei Straßen im Afrikanischen Viertel. Sie ist aus Kostengründen dagegen. Zu diesem Thema hat die lokale CDU ein Plakat drucken lassen. Leider ist auf dem Bild ein Schild von der Kameruner Straße zu sehen, die gar nicht umbenannt werden soll. Geplant ist die Umbenennung von Lüderitzstraße, Nachtigalplatz und Petersallee, da mit diesen Namen Personen geehrt werden, die zu den negativen Protagonisten der deutschen Kolonialgeschichte gehören. Die anderen Straßennamen sollen nicht nur bestehen bleiben – sie solle im Gegenteil sogar zum Kern eines deutschlandweit einmaligen Lern- und Gedenkorts für die deutsche Kolonialgeschichte werden. Will die CDU mit dem “falschen” Straßennamen etwa alle Anwohner, auch die der nicht betroffenen Straßen, aufschrecken und gegen ein Gedenkstättenkonzept stimmen lassen?