Der Wedding in Zitaten

Wer oder was ist der Wedding? Wir tun uns schwer damit, unseren Wohnort und das typische Lebensgefühl in den vielen unterschiedlichen Kiezen in nur einem Beitrag zu beschreiben. Also lassen wir doch einfach viele andere Stimmen reden…

Detail der Friedrich-Ebert-Siedlung“An die Stelle der Fülle, des Reichtums, des Unternehmergeistes treten die Bilder jener prosaischen Dürftigkeit, wie sie dem märkischen Sande ursprünglich eigen sind.” (Theodor Fontane über den Wedding)

“Im Laufe der Jahre hat sich auch der Wedding verändert, er ist jetzt nicht mehr ganz so rau und trostlos, aber schick ist er auch nicht geworden. – Dieses raue, trostlose, stolze Viertel, dessen Bewohner nur noch das Trostlose sahen und den Stolz irgendwie vergessen hatten.”

(Quelle: Maxim Leo, Berliner Zeitung, 10.02.2014)

...hier für eine Aktion platziert

.

“Der Wedding teilt die Gemüter: Die einen schwärmen von der offenen und freundlichen Art der Anwohner, der günstigen Wohnlage und den vielfältigen Möglichkeiten. Die anderen sehen im Wedding ein Arbeiterviertel, dessen negative Seiten dominieren. Fest steht, Wedding ist ein zentraler Berliner Stadtteil mit guten Anbindungen an die östlichen und westlichen Stadtteile.”

(Quelle: Nora Wohlert, Immobilienscout 24, über den Wedding)

Luxemburger Straße“Nachhaltig wie kein anderer verweigert sich der Wedding dem Trend zum Edler, Schicker, Hipper, Teurer, der Mitte seit Jahren beherrscht. Der Wedding hatte dafür nie Verständnis. Er trägt keine Edeltaschen aus LKW-Plane.”

(Quelle: Jürgen Neumeyer, Daniel Friedrich Sturm, “Berliner Republik”)

In der Togostraße“Die Arbeiter wohnen in einem finsteren Loch , in der Ackerstraße (im tiefsten Wedding) ist Geburt Fluch; warum sind diese Kinder gerade auch aus diesem gekommen. Ein paar Löcher weiter, und das Assessorexamen wäre ihnen sicher gewesen.”  (Kurt Tucholsky)

“Vieles ist im Wedding noch in seiner Ursprünglichkeit vorhanden.
Erhalten wir ein Stück Ur-Berlin. Lassen wir es nicht im Bau- und Sanierungswahn untergehen! Dass alle, die im Wedding schon seit Jahrzehnten wohnen, hier bleiben können. Und dass die “Neuen” sich wohlfühlen.”

(Quelle: Michael Rost, Wedding Immobilien)

Die Torfstraße“Von den einstigen Arbeiterbezirken wie Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg, die sich im 19. Jahrhundert rund um Mitte gebildet haben, hat sich Wedding noch am ehesten seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Wer der Berliner Volksseele, der “Schnauze mit Herz” nachspüren möchte, ist hier ebenso richtig wie der Gast, der zentral wohnen möchte.”

(Quelle: http://www.barfusstrasse.de)

Typische Altbauten, Foto: D_Kori

Foto: D_Kori

“I was quite taken by this corner of the city that has a pretty poor reputation in the city and yet has not only a fascinating history, but is also home to a number of really interesting grassroots cultural, artistic and community projects that reflect the diversity and also the “neighbourhood pride” in an area where the population is mixed between those with long-established roots here and those of us who are in the 35% who were born in another country – the highest percentage of foreign-born residents anywhere in Berlin.”

(Quelle: Paul Scraton, underagreysky.com)

Gerichtstr Briefkasten“Der Wedding ist ein Ortsteil, der zur Stellungnahme provoziert: entweder man liebt oder meidet ihn, denn er ist ein Stadtteil, der besonders scharfe Kontraste zwischen den Vor- und Nachteilen aufweist. Wer hier wohnen möchte, sollte sich besser umfassend informieren, um das Positive genießen und das Negative meiden zu können.”

(Quelle: Nora Wohlert, immoscout)

3 Kommentare

  1. alexa schulz

    Ich mag den Wedding,weil man hier keine
    Aufgesetztheit erlebt. Deshalb hoffe ich sehr,dass nicht doch irgendwann der chic regiert. Leute die dem Hype hinterherziehen,zerstören oft das,was sie anzieht. Die gute Mischung macht’s doch.
    Wie bei Allem im Leben

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