Kategorie: Wedding ist…

Jeden Samstag in die Schule

samstagsschule2Samstags haben die Kinder im Brunnenviertel Schule. Allerdings nicht alle Kinder – und die Anwesenheit ist auch freiwillig. Samstags übernimmt die Russische Samstagsschule einen Teil der Räume in der Ernst-Reuter-Oberschule. Mit dem neuen Schuljahr hat auch an dieser besonderen Schule der Unterricht wieder begonnen. In diesem Schuljahr besuchen 130 junge Berliner mit russischen Wurzeln die Bildungseinrichtung.

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Stadtalltag auf Fotopapier

benjamin_renter

Der Fotograf vor seinen Bildern.

Der Zeitungsverkäufer hat die Hand mit der Zeitung an der Stirn, das Gesicht ist vor der Kamera verborgen. Die Frau in der Bildmitte ist in ein Telefonat vertieft, eine blonde Frau drückt ihre rote Handtasche ganz fest an ihr leuchtend blaues Sommerkleid während sie die Treppe hinab steigt. Ein Bus fährt vorbei, die Passanten können sehen, wie die Menschen in den U-Bahneingang strömen. Sie könnten auch den Mann mit der Kamera im Gewimmel sehen. Die eiligen Menschen auf der U-Bahntreppe scheinen den Straßenfotografen Benjamin Renter nicht zu bemerken. Ein Blick-klick und er hat ein Stück Stadtalltag in London eingefangen. Das Foto ist eines seiner „Stadtportraits/City Portraits“, die vor Kurzem in der Galerie „made in wedding“ im Soldiner Kiez zu sehen waren.

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Bauer Reppin: Direkt vom Hof, in den Wedding!

Bauer Reppin 2Wen die Weddinger in ihr großes Herz geschlossen haben, den lassen sie nicht so leicht wieder ziehen. Ein bekannter Marktstand aus der alten Müllerhalle – wer erinnert sich nicht an ihren rauen Charme – ist durch den Abriss und Neubau der Markthalle als Einkaufszentrum heimatlos geworden. In der neuen Müllerhalle sind keine geeigneten Gewerbeflächen für ein solches Angebot vorhanden. Anfangs hat der Bauer Heiko Reppin aus der Altmark noch auf dem Bürgersteig vor der Müllerhalle Eier und Kartoffeln verkauft. Später gehörte sein Gemüsestand vier Jahre lang zum Inventar der schummrigen Einkaufshöhle, bis das legendäre Gebäude im Jahr 2012 seine Pforten für immer schloss. Doch die Stammkunden, überwiegend ältere Kiezbewohner des nördlichen Wedding, trauerten „ihrem“ Bauern nach. Für sie muss es kein Biogemüse sein, kein Wohlfühlambiente geben, keine Treuepunktaktion für die Bindung sorgen – sie wünschen sich einfach nur die bewährte Qualität aus der Region, ein freundliches Gespräch mit der Verkäuferin und verlässliche Preise.

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