Kategorie: Zwischen Leo und Panke

Die Kolumne: Gewinn fürs Leben

Das Erzählcafé im Bürgersaal der Berliner Baugenossenschaft in der Malplaquetstr. 15a sollten Sie unbedingt mal besuchen. Chefin Regina Scheer stellt Weddinger vor, von denen die meisten nicht unbedingt zu unserem Alltag gehören. Die Begegnung, das Gespräch mit diesen Menschen aber machen das eigene Leben reicher. Am 26. Juli ab 15.00 Uhr zum Beispiel kommt Jürgen Schaffranek. Als Sozialarbeiter hat er jahrelang in Projekten mit drogenabhängigen Jugendlichen gearbeitet. Er liebt seinen Job, der mit Enttäuschungen verbunden ist, aber immer auch mit glücklichen Momenten. Ein typischer Weddinger also.

Autor: Ulf Teichert

 

 

 

 

 

Leopolds Erfindung

Als ein an der Geschichte interessierter Mensch machte ich mich heute im Märkischen Museum auf die Suche nach Anknüpfungspunkten zum Wedding. Ja, ich wurde fündig und zwar im Keller, dort wo das Beil eines Schafrichters und allerlei historische Folterwerkzeuge wie z.B. Daumenschrauben versammelt sind. Neben mittelalterlichen „Lästersteinen“, die zänkischen Frauen mit Ketten um den Hals gehängt wurden oder den Schandmasken für Ehebrecher, findet unser „Leo“, nach dem der Leopoldplatz benannt ist, auch eine Erwähnung. Nun wissen wir, dass Leopold von Fürst von Anhalt-Dessau nicht im Mittelalter, sondern von 1676 bis 1747 lebte. Seine letzten Jahre fielen in eine Zeit, in der Friedrich der II. – auch Friedrich der Große genannt – den Preußischen Thron bestieg.
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Es geht auch ohne Tüte!

Quelle: schoenerkiez.de

Quelle: schoenerkiez.de

Wer den Nettelbeckplatz während des Aktionstages gegen Plastiktüten, den weltweiten bag free day, betritt, sieht gleich, dass etwas anders ist: Eine Gruppe Kinder sitzt auf den roten Bänken um die Bäume herum. Vor ihnen jede Menge Stofftaschen. Sie malen mit den bunten Stiften, schneiden geblümte und karierte Klebebänder und kleben sie auf, sie tauschen Stempel in verschiedenen Größen und Farben und drücken sie in kreativer Weise auf die Taschen. Am Ende streuen sie noch etwas Glitzerstaub aus den kleinen Dosen darüber. Andere Kinder knien auf dem Kopfsteinpflaster rund um den Platz herum. Mit bunter Kreide malen sie Bilder auf den Boden. Auf der anderen Seite klackerte es von einem Glücksrad her, kurz darauf ein kleiner Freudenschrei.

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