Kategorie: Gesundbrunnen

Lies mal! Wie Schüler Bücher lieben lernen

lesepaten2Es ist Dienstag, viertel vor neun. Dorothea Peichl drückt die Klingel am Tor. „Sekretariat Carl-Krämer-Schule“, schallt es aus der Gegensprechanlage. „Peichl, ich bin zum Vorlesen hier.“ Mit dem Surren öffnet sie die Tür, geht über den Hof und erreicht nach ein paar Treppen den Klassenraum. Die Frührentnerin wird sofort von einigen Kindern umringt, mit fünf Kindern, ausgesucht von der Klassenlehrerin, wird sie heute zwei Stunden Lesen und auch etwas Schreiben üben.

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Die Kolumne: Vielfalt der Welt

Über die Bürgerinitiative „Wedding hilft!“

Osloer Straße Gesundbrunnen und StephanuskircheWedding hilft! Einen besseren Namen hätte sich diese Bürgerinitiative gar nicht geben können. Nachdem bekannt wurde, dass in der Pank- und in der Gotenburger Straße Unterkünfte für Flüchtlinge eingerichtet werden, waren sich sehr schnell sehr viele Weddinger einig: Hier sind wir gefragt! Wir wollen helfen!

Wer wissen will, was diese Initiative auf die Beine stellt, braucht bloß mal einen Blick auf deren Facebook-Seite zu werfen. Hier engagieren sich Menschen, die nicht nur Kleidung, Küchenutensilien oder Schuhe spenden, sondern ganz menschlich versuchen, jenen Zuwendung geben, die vor Unmenschlichkeit flüchten mussten.

Wedding hilft! Das ist auch deshalb ein toller Name, weil er so viel Verständnis, so viel Mitgefühl transportiert. Und weil genau damit jene Tugenden des sogenannten christlich-jüdischen Abendlandes transportiert werden, die in Dresden und anderswo zwar beschrieen, aber in Wirklichkeit mit Füßen getreten werden. Das Allerschönste an diesem Namen aber ist: Die Helfer aus dem Wedding selbst repräsentieren die Vielfalt unserer Welt. Und ihnen ist egal, ob sie dem Morgen- oder Abendland entstammen.

Autor: Ulf Teichert

Die Kolumne erscheint ebenfalls samstags im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

Website von Wedding hilft

Die Flüchtlinge sind im Soldiner Kiez willkommen

Der Unterstützerkreis „Wedding hilft“ traf sich erstmals in der NachbarschaftsEtage in der Osloer Straße. Ruth Ditschkowski (rechts) hatte dazu eingeladen.

Der Unterstützerkreis „Wedding hilft“ traf sich erstmals in der NachbarschaftsEtage in der Osloer Straße. Ruth Ditschkowski (rechts) hatte dazu eingeladen.

Wie ein Dornröschenschloss kommt die ehemalige Gebrüder-Grimm-Schule an der Gotenburger Straße daher. Seit sie Mitte September zu einem Refugium für Flüchtlinge umgebaut wurde, lebt das zuvor leer stehende Gebäude wieder auf. Viele der Familien waren gezwungen, die Heimat zu verlassen und mussten aus Kriegs- und Krisengebieten wie Syrien oder Pakistan fliehen. Nach traumatischen Monaten wissen sie sich nun in Sicherheit. Mit Sach- und Kleiderspenden benachbarter Schulen und Kindergärten wurden sie von den Anwohnern empfangen. Ein Unterstützerkreis ist dabei, sich zu formieren.

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