Kategorie: Nachrichten

Heute startet die 3. Weddinger Sprach- und Lesewoche!

Heute geht es endlich los! Im frisch renovierten Veranstaltungssaal des Centre Francais erwartet euch ab 20 Uhr große Eröffnungsgala der  3. Weddinger Sprach- und Lesewoche. Euch erwarten die Jungs von der Weddinger Kult-Lesebühne Brauseboys! Die Brauseboys sind eine der quirligsten und produktivsten Lesebühnen Berlins und aus der hiesigen Literaturszene nicht mehr wegzudenken. Aus ihrer Heimat, dem Wedding, schon gar nicht. Frisch geduschte Texte, sprühende Intelligenz und Herz erwärmendes Liedgut das ist seit 10 Jahren das Erfolgsgeheimnis der Weddinger Vorlese-Boygroup, bestehend aus Paul Bokowski, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning.

schreibmaschineNichts Menschliches und Unmenschliches ist den Geschichtenerzählern fremd. Stilsicher stecken ihre satirischen Miniaturen den Raum ab zwischen ihrem Heimatdorf und „Problembezirk“ Berlin-Wedding, anderen deutschen Provinzen und der Dönerbude am Scheitelpunkt der Dimensionen.

dpa hat die Brauseboys einst als “eine „hippe Band”“ tituliert, die FAZ als „eine Art “Volksausgabe der Harald-Schmidt-Show“” bezeichnet, die taz nennt sie „”abwechslungsreich und überdurchschnittlich gut, sowie allen Brandschutzbestimmungen genügend”“. Doch sie selbst sangen in ihrem Schlusslied lange Jahre: “„Wir sind nur Kurzgeschichtenvorleser“”.

 

Und des wird musikalisch! Wir haben “Lari und die Pausenmusik” fur euch gewinnen können, die mit ihrem Programm  „Einmischen“ irgendwas zwischen Liedermaching und Akustikrock auf die Bühne bringen. Thematisch schlagen sie den Bogen von der Macht sozialer Netzwerke, über Gentrifizierung, bis hin zum Schicksal eines liedermachenden Menschens. Das facettenreiche Programm der zwei Weddinger ist musikalisch nicht weniger experimentierfreudig. Lari und die Pausenmusik spielen eine Mischung aus Akustikrock, Blues und Liedermaching in der Tradition von Götz Widmann. Die Musiker hinter Lari und die Pausenmusik sind keine verkopften Theoretiker, sie brauchen die Bühne, das Scheinwerferlicht. Auf mehr als 100 Konzerten in und um Berlin beweisen sie das fast jedes Wochenende. Im Wedding gestartet, erobern sie mittlerweile die Herzen und Ohren ganz Berlins- und weit darüber hinaus. Getreu ihrem Motto: Kreuzberger Nächte sind lang. Weddinger Nächte sind länger!

 

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Los geht es um 20 Uhr im Centre Francais, Müllerstraße 74. Eintritt 6 Euro (ermäßigt 4).

Die Kolumne: Der Platz und das Amt

Bau Stück AufräumaktionDieser Platz hatte es fast geschafft. Kaputtes Spielgerät, Müll… Über dem Mettmannplatz am Rand des Sprengelkiezes lag der schwere Mantel der Verwahrlosung. Im Wissen, dass hier nicht all zu viele Anwohner gegen diese Zustände aufbegehren, war sich das Grünflächenamt seiner Sache so gut wie sicher, diesen Platz in Vergessenheit geraten lassen zu können. Bis ein junger Theatermensch mit seiner Truppe auftauchte und dem Mettmannplatz mit einem Projekt namens Bau Stück neues Leben einzuhauchen. Bis Mitte November gilt die Erlaubnis, diesen Ort zu bespielen. Mal sehen, was dem Amt einfällt, die Plagegeister wieder los zu werden …

Autor: Ulf Teichert

Die Kolumne erscheint ebenfalls jeden Samstag im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

KIEZSOFA: Man glaubt gar nicht, wer im Kiez alles wohnt…

(C) KiezsofaWer kennt das nicht? Am liebsten quatscht man doch mit Nachbarn aus dem Kiez. Wen interessieren da die täglichen Talkrunden im Fernsehen, mit den immer gleichen Gästen zu den immer gleichen Themen? Der 36-jährige Sachbuchautor Simon Akstinat und die 27-jährige TV-Autorin Nadine Kleifges glauben noch an das Format Talkshow. Sie verlegen es nur in Kneipen oder auf Bühnen und holen dafür lokale Größen oder unscheinbar wirkende Nachbarn ins Rampenlicht. Die haben spannende Geschichten zu erzählen oder üben ungewöhnliche Berufe aus, und die Tatsache, dass sie im gleichen Ortsteil wie man selbst wohnen, macht die Gesprächsrunde nur noch aufregender. Weiterlesen