Kategorie: Nachrichten

Die Flüchtlinge sind im Soldiner Kiez willkommen

Der Unterstützerkreis „Wedding hilft“ traf sich erstmals in der NachbarschaftsEtage in der Osloer Straße. Ruth Ditschkowski (rechts) hatte dazu eingeladen.

Der Unterstützerkreis „Wedding hilft“ traf sich erstmals in der NachbarschaftsEtage in der Osloer Straße. Ruth Ditschkowski (rechts) hatte dazu eingeladen.

Wie ein Dornröschenschloss kommt die ehemalige Gebrüder-Grimm-Schule an der Gotenburger Straße daher. Seit sie Mitte September zu einem Refugium für Flüchtlinge umgebaut wurde, lebt das zuvor leer stehende Gebäude wieder auf. Viele der Familien waren gezwungen, die Heimat zu verlassen und mussten aus Kriegs- und Krisengebieten wie Syrien oder Pakistan fliehen. Nach traumatischen Monaten wissen sie sich nun in Sicherheit. Mit Sach- und Kleiderspenden benachbarter Schulen und Kindergärten wurden sie von den Anwohnern empfangen. Ein Unterstützerkreis ist dabei, sich zu formieren.

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Grüntaler Straße: Der Wandel kommt von Süden

Lange war sie eine unauffällige Wohnstraße, nur wenige hundert Meter von der ehemaligen Zonengrenze an der Bornholmer Brücke entfernt. Doch seit einigen Jahren tut sich etwas in der Grüntaler Straße in Gesundbrunnen– vor allem an ihrem südwestlichen Ende. Neben neuen Bars gibt es auch einen Laden mit Büchern über elektronische Musik und die Möglichkeit, in eine Performance zu geraten. Weiterlesen

Die Kolumne: Das Wunder vom Wedding

Gesobau erwirbt vom Bund Wohnungen

Cite Joffre TourcoingstrEs geschehen noch Wunder. Auch im Wedding. Da hat doch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) nicht wie sonst üblich nach Höchstgebot verkauft, sondern der Gesobau die 84 Mietwohnungen im Quartier Cité Wedding zum Verkehrswert überlassen. Ein Deal mit Signalwirkung. Sollte ihn das Finanzministerium abnicken, dürfte es der BImA bei künftigen Verkäufen schwer fallen, ihre Berliner Liegenschaften ausschließlich an den Meistbietenden zu veräußern. Was in der Regel zur Folge hatte und hat, dass dort hochpreisiger Neubau entsteht oder die dort wohnenden Menschen mit Mieterhöhungen konfrontiert werden, die sie meist nicht leisten können. Genau das soll den Mietern im Kiez zwischen Londoner und Themsestraße erspart bleiben, die Gesobau versprach, „auf Luxusmodernisierungen, Umwandlungen und Ähnliches zu verzichten“. Ein Präzedenzfall, der auch Druck macht auf all jene Politiker, die glauben, Stadt nur mit Baulöwen entwickeln zu können. Für den Mauerpark allerdings kommt dieses Wunder leider zu spät …
Autor: Ulf Teichert
Die Kolumne erscheint ebenfalls samstags im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.