Kategorie: Mein Wedding

Friedhof am Plötzensee: Was ist mit den Ehrengräbern passiert?

Straßenkarte 1915

Strassenkarte von 1915 (wikipedia.org), click to zoom

Dohnagestell. Nach einem alten Adelsgeschlecht benannt, trennt diese Strasse vom Eckernförder Platz ausgehend im Verlauf den Plötzensee von den Rehbergen. Als Spaziergänger passiert man auf seinem Weg durch allerlei Dickicht und Grün ein teils recht verwildertes Friedhofsgelände. Es wurde einst von drei verschiedenen evangelischen Gemeinden ab 1865 dort angelegt und war auch bekannt als Friedhof am Plötzensee. Doch erst, wenn die Strasse zumindest für motorisierte Fahrzeuge zu Ende scheint, erst dann steht man am eigentlichen Eingang des Friedhofs.

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Die Kolumne: Unter Nachbarn

viertelDie Wohnung oben würde ich gern mal sehen. Ich stelle sie mir vor wie einen Hobbykeller – mit Schummerlicht und unzähligen, mit schweren Apparaten voll gestellten Ikea-Regalen, die nicht lasiert oder lackiert wurden, einem Berg von Werkzeugen im Zentrum und einem kleinen, mickrigen Hibiskus auf der Fensterbank. Den Hibiskus habe ich einmal aus der Nähe gesehen, als die Frau im dritten Stock die Urlaubspflege übernahm und das Pflänzchen durch das Treppenhaus getragen wurde. Der Besitzer ist ein Herr mit schütterem Haar und Brille. Er wirkt ruhig – wie einer, der einfach nichts zu sagen oder viel zu verbergen hat. Doch die schweren Vibrationen und der kreischende Gesang seiner Bohrmaschine, die sich durch den Stahlbeton quält, sind stets präsent im ganzen Block.

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Dr. Georg Benjamin (1895-1942) – Der Schularzt vom Wedding

Der Name Georg Benjamin taucht in Berlin nur noch selten auf. Viele Orte und Institutionen, die nach ihm benannt waren, wurden nach dem Fall der Mauer entweder umgewidmet oder existieren heute nicht mehr. Lediglich eine kleine Straße in Buch ist ihm geblieben sowie eine Erwähnung in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Weiterlesen