Kategorie: Kolumne

Die Kolumne: Noch ‘ne Überraschung

Foto: Bau Stück

Foto: Bau Stück

Vor ein paar Wochen erfuhr ich von der Initiative namens Bau Stück Wedding (http://weddingweiser.wordpress.com/2014/06/13/bau-stuck-wedding-stadt-selber-machen/). Die Idee zu diesem Kunst- und Kulturprojekt hatte der Wahlweddinger Kajetan Skurski. Den es ziemlich überrascht hat, wie schnell er engagierte Mitstreiter fand, die mit ihm an dem Begegnungszentrum für Kreative und Nachbarn planen und organisieren. Inzwischen interessiert sich nicht nur die Rektorin der Beuth Hochschule für das Projekt. Die Conrad Stiftung sicherte finanzielle Unterstützung zu, der Bezirk wird wohl den ehemaligen Spielplatz auf dem Mettmannplatz als Ort des Geschehens genehmigen. Jetzt kommt es nur noch auf die Weddinger an. Denn die dürfen und sollen sich bei http://www.startnext.de/bau-stueck registrieren und Bau Stück Wedding ideell und finanziell unterstützen. Mal sehen, ob Kajetan Skurski noch einmal zu überraschen ist…

Autor: Ulf Teichert

Termin

Am Samstag, den 9. August ab 15.00 Uhr gibt es die Gelegenheit, die Generalprobe von Bau Stück und die Initiatoren kennenzulernen

Ort: Mettmannplatz, an der Tegeler Straße

Alle Infos https://www.facebook.com/baustueckwedding

Die Kolumne erscheint jeden Samstag im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

Der Musensohn des Wedding: Jonny Liesegang

Eingang Afrikanische Str. 146c

Eingang Afrikanische Str. 146

Einmal den verwegenen Entschluss gefasst, des Weddings Kern und Wesen zu ergründen, begegnet man auf seiner Reise zu den historischen Quellen unweigerlich zwei Dingen. Zumindest dann, wenn man Namensherkunft, Gänse wie Mühlen und Eingemeindung schon weit hinter sich gelassen hat.

»Sehn’se, det is Berlin«

Zum einen wird man der Geschichte des roten Weddings begegnen. Es ist die Geschichte eines roten Bezirks sowie dessen aufmüpfigem Arbeitermilieus, auf das man sich auch heute noch allzu gerne beruft. Es ist eine Geschichte von den Schattenseiten einer Industrialisierung und dem politischem Widerstand der 1920er bis 1940er Jahre. Um es kurz zu halten, empfohlen sei an dieser Stelle dem Zugezogenen wie dem »inna- und außahalbschen Berlina« die Schrift zum Thema »Widerstand im Arbeiterbezirk« von Hans-Rainer Sandvoß sowie der Abschnitt Industriegeschichte »Vom Wedding in alle Welt« in: »Der Wedding. Auf dem Weg von Rot nach Bunt« von Gerhild H. M. Komander. Weiterlesen

Die Kolumne: Qual der Schulwahl

einschulungMeine Mutter hatte es gut. Sie weiß gar nicht, wie gut sie es hatte. Wirklich. Als ich sieben Jahre alt wurde, schickte sie mich einfach so in die Schule. Die Frage, in welche Schule ich gehen würde, stellte sie sich nicht. Es gab ja auch nur eine in dem kleinen Ort am Rand von Berlin. In die wurde ich eingeschult, da machte ich später meinen ersten Abschluss. Ende der Geschichte. 30 Jahre später im Wedding könnte ich bereits jetzt Bücher über das Thema Schulwahl verfassen und die Entscheidung für eine Bildungseinrichtung fällt mir schwer. Und dabei muss ich erst in den kommenden Monaten ein Kreuzchen vor einem Schulnamen machen, der kleine Weddinger bekommt erst in einem Jahr eine Schultüte.

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