Kategorie: Grüner Wedding

Togo bald keine “Kolonie” mehr

Berlin kann von sich behaupten, 925 Kleingartenanlagen mit mehr als 73.000 Parzellen¹ zu besitzen. Wenn eine Kleingartenkolonie Geburtstag feiert, ist das nichts Besonderes. Doch wenn der “Dauerkleingartenverein Togo” sein 75 . Jubiläum feiert, ist das für den Bezirksbürgermeister Christian Hanke ein Grund, den Kleingärtnern einen Besuch abzustatten. Wenn auch nicht der Hauptgrund…

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Die Kolumne: Hoffnung für die Gleim-Oase

Jetzt ist der Denkmalschutz gefordert

Dunja und Holger an ihrem Wunschbaum. Was sie selbst sich wünschen, ist klar: Gleim-Oase soll bleiben!

Dunja und Holger an ihrem Wunschbaum. Was sie selbst sich wünschen, ist klar: Gleim-Oase soll bleiben!

Weil das neue Wohngebiet im nördlichen Teil des Mauerparks angeblich nur von der Wedding-Seite her erschlossen werden kann, sollen ein Teil der Stützwand des Gleimtunnels und die Gleim-Oase genannte Mittelinsel einer neuen Zufahrtsstraße weichen. Das Bezirksamt bastelt an entsprechenden Bebauungsplänen. Doch die könnten sich bald erledigt haben. Wie sich nämlich jetzt herausgestellt hat, handelt es sich bei der Mittelinsel um eine 1983 von der Degewo in Auftrag gegebene gartenkünstlerische Arbeit. Mit der Architekt Bernd Vogel und das renommierte Künstler-Ehepaar Carlini sehr wohl auch Bezug zur nahen Grenze zu Ostberlin genommen haben. Einer von vielen Gründen, einen Antrag auf Unterschutzstellung nach dem Landesdenkmalschutzgesetz zu stellen. Das ist inzwischen geschehen. Die Hoffnung auf Erhalt der Gleimoase wächst.

Wedding am Wasser: Die Panke

 

 

panke balkon uferstr

Der “Panke-Balkon” seit 2014 an der Uferstr.

Janz draußen an der Panke Hab ich mein kleenes Haus Davor steht eene Banke da ruh ich abends aus Da kommt mir manch Jedanke seh ich det Flüsscken ziehn Ganz leise gluckst die Panke Die heimatliche Panke …*

Der Fluss Panke, so sehr er auch mit Abwässern und Müll verschmutzt, in Rohre verlegt und später als schnurgerader Kanal wieder freigelegt wurde, ist repräsentativ für das volkstümliche, ärmliche Berlin. Genau hier kann, wer Spuren lesen kann, noch viel aus der Industriegeschichte und der Arbeiterbewegung des „Roten Wedding“ erkennen.

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