Aktionstag gegen Plastiktüten im Wedding

bagfreeday3bAm 3. Juli ist Internationaler Tag gegen Plastiktüten, der „Plastic bag free day“. Eine Initiative von Berliner Vereinen und Unternehmen macht am Donnerstag ab 14.00 Uhr auf dem Nettelbeckplatz in Berlin-Wedding mit Aktionen auf den massenhaften Verbrauch von Plastiktüten und dessen Folgen für Umwelt und Klima aufmerksam. An dem Aktionstag sollen Verbraucher für die Vermeidung von Plastiktüten und die Nutzung von Mehrwegtaschen motiviert werden. Gemeinsames Ziel: Berlin wird plastiktütenfrei.


In der Hauptstadt werden jede Stunde 30.000 Plastiktüten ausgegeben, in ganz Deutschland sind es über fünf Milliarden jährlich. Die Produktion und der Gebrauch der Tüten verursachen jedoch hohe CO2-Emissionen, die zum Klimawandel beitragen. Nur ein Teil der Plastiktüten wird recycelt, viele Tüten gelangen über die Flüsse ins Meer, wo sie sich in Müllteppichen ansammeln und Meerestiere gefährden. Der Zusammenschluss der Initiativen ruft deshalb alle Berliner/innen an dem Tag auf, keine Plastiktüte zu benutzen. „Ob Stofftasche, Korb, Rucksack, Einkaufstrolley oder unsere Mehrwegtaschen aus recycelten Material. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man den eigenen Plastiktütenverbrauch senken kann – auch über den Aktionstag hinaus“, erklärt Jens Bergener vom Berliner Start-Up-Unternehmen repetbags.

Anregungen dazu bieten die Initiative am 3. Juli auf dem Nettelbeckplatz. Wer möchte, kann sich dort eine Stoff- und Mehrwegtasche mit Unterstützung verschönern, neu gestalten oder eine einzigartige Upcycling-Stofftasche gewinnen. Ungenutzte Plastiktüten, die zuhause die Schubladen und Schränke füllen, finden eine weitere Nutzung. Dafür stellt die Kampagne „Mehr Wege als Einweg im Klimaschutz“ von LIFE e.V. eine Sammelbox auf. Die gespendeten Taschen werden im Herbst im Rahmen eines Mehrwegparcours als Secondhandplastiktüten wiederverwendet. Kinder sind zu den Aktionen ebenso herzlich willkommen. Für sie tritt das Plastiktütenmonster von repetbags mit einem Kostüm aus über 200 Plastiktüten auf, das die Kinder auf spielerische Art auf die Vermeidung von Plastiktüten aufmerksam macht. Eine Künstlerin aus Wedding wird die gesamte Aktion auf dem Platz kreativ unterstützen.

„Wir finden es für den Klimaschutz sehr wichtig, dass weniger Plastiktüten benutzt werden und stärker auf Mehrweg beim Einkauf gesetzt wird. Deshalb möchten wir neben unseren Aktionen mit migrantischen Berliner Geschäften ab September auch beim nächsten plastic bag free day erneut aktiv auf das Thema aufmerksam machen“, kündigt Magdalena Adamczyk-Lewoczko an.

„Insbesondere dünne Plastiktüten können über weite Strecken verweht werden und sich in Bäumen und Sträuchern verfangen oder in Gewässer gelangen. Gerade entlang der Panke sind immer wieder Tüten in den Sträuchern zu sehen. Über die Panke gelangen Plastiktüten auch in die Nordsee. Plastikmüll verfällt im Meer in kleine Stücke und wird so von Tieren als Nahrung wieder aufgenommen. Wir wollen, dass weniger Plastiktüten genutzt werden und so auch weniger Tüten in der Umwelt landen“, so Thorsten Haas vom Verein panke.info.

Veranstalter der Aktionen am 3. Juli ist ein Zusammenschluss von LIFE e.V., panke.info e.V., repetbags, den WeddingWandlern und Elisabeth Funkel. Die Aktion wird durch die Müllkampagne Pankstraße unterstützt.

Quelle: Pressemitteilung von panke.info

Nettelbeckplatz, 14.00 – 19.00 Uhr

Weitere Informationen:

www.mehrwege-im-klimaschutz.de, www.plasticbagfreeday.org,

http://panke.info, http://repetbags.de, http://weddingwandler.de, www.kluenck.de

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Ein Kommentar

  1. Moritz

    Warum wird eigentlich alles so kompliziert gemacht:

    Aktionstag
    Recyling von Plastiktüten
    Einsatz von kreativen Künstlern

    Dabei ist die Lösung doch so einfach:

    Verbot von Plastiktüten wie in

    http://www.nytimes.com/2008/01/31/world/europe/31iht-bags.4.9650382.html?pagewanted=all&_r=0

    http://cphpost.dk/news/denmarks-plastic-bag-reduction-efforts-applauded.7615.html

    und sogar in:

    http://www.tagesschau.de/ausland/ruanda156.html

    Vielleicht brauchen die Weddinger doch noch Entwicklungshelfer aus Ruanda :-)

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